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Alt 29.04.2009, 11:19   #9 (permalink)
eqd
 
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Standard AW: Infrarot-Heizung: Erfahrungen

Das in unserem Sonnenlicht enthaltene Infrarot-Licht erwärmt alle festen und flüssigen Stoffe.
Dabei erwärmt sich die Umgebungsluft nur indirekt, durch die von der Materie freigegebene Wärme (Energie). z.B.: Im Schatten eines Gebäudes ist es kühler, als wenn man der Sonne direkt ausgesetzt ist, obwohl das Gebäude von der selben Luft-Masse umgeben ist.
Die ausgesendete Infrarot-Wärme speichert sich im Boden, in der Decke und den Umfassungs-Wänden des zu beheizenden Raum (Gratis-Wärmespeicher). Nach der Sättigung der Materie wird die Energie (Wärme) allmählich in den Innen- Raum abgestrahlt.
Es entsteht ein gleichmäßiges, wohligwarmes Raumklima, ähnlich dem Kachelofen. Die Luft wird nicht ausgetrocknet und bleibt angenehm frisch. Außerdem kann kein Schimmel entstehen, weil die Außenwand immer wärmer ist, als die sie umgebende Raumluft.
Organische Stoffe nehmen die Wärme sehr rasch auf und geben diese nach der Sättigung allmählich und konstant an die Umgebung ab.
Mineralische Stoffe brauchen für den Speichervorgang etwas länger. Dafür geben diese über längere Zeit die gespeicherte Wärme an die Umgebung ab.
Diese beiden Materialgruppen eignen sich gut bis sehr gut, um mit Infrarot beheizt zu werden.
Infrarot erwärmt den menschlichen Körper sehr gut, weil dieser zum größten Teil aus Wasser besteht. Außerdem werden die Blutgefässe erweitert, welches den Kreislauf entlastet und somit die Botenstoffe schneller austauscht. Selbst bei einer Raumtemperatur von lediglich 18°C wird sich der Patient auf der Massageliege sehr wohlfühlen.
Die ausgesendete Infrarot-Wärme speichert sich in der Materie, d.h. in der Decke, dem Boden und den Umfassungswänden des zu beheizenden Raumes (Gratiswärmespeicher). Allmählich erwärmt sich die Luft über die von der Materie freigegebene Wärme (Energie). Die Luft erwärmt sich nur indirekt. Die Luft setzt dem Infrarot-Licht praktisch kein Widerstand entgegen. Feuchte Wände werden durch die Infrarot-Wärme getrocknet. Es kann kein Schimmel entstehen.
100% der erzeugten Wärme verbleibt im Raum. Es sind keine Transportleitungen, Kamine oder Kesselhäuser von Nöten, um die Wärme an den Bestimmungsort zu transportieren. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Raum. D.h. die Temperaturdifferenz zwischen Boden und Decke ist nicht wie bei Konvektionsheiz-Systemen mehrere °C. In der Regel werden nur noch wenige Zehntel °C gemessen.
Wie wird der Heizbedarf ermittelt?
Jedes Haus hat einen so genannten Wärme-Bedarf (QH). Dieser Wärmebedarf variiert nach Lage und Ausrichtung der Liegenschaft. Das baugleiche Haus, auf 1'000 m.ü. Meer, hat denselben Wärmebedarf wie auf 275 m.ü. Meer. Es ändern sich lediglich die Heizgradtage (wie viele Stunden pro Tag, übers Jahr gesehen, läuft das Heizsystem).
Es ist jedem klar, dass man in der Regel in der Stadt Zwettl (515 m.ü.M./ mit 4449 Heizgradtage) länger heizen muss als in Wien-Donaustadt (160 m.ü.M./mit 3348 Heizgrad-Tage). Außerdem kommt es darauf an, welche Bau-Stoffe man verwendet, wie dicht die Gebäude- hülle und wie die Liegenschaft ausgerichtet ist (Himmelsrichtung = Solargewinn). Mit einer Datenerfassungsliste wird jeder Raum „haarklein“ aufgenommen und vermessen. Berücksichtigt wird die Lage des zu beheizenden Raumes, die Ausrichtung (Nord, Ost, Süd, West), hat er Fenster? In welche Himmelsrichtung? Wie sind die Abmessungen (B, L, H) und sind die ihn umgebenden Räume beheizt, unbeheizt oder eine Außenwand?
Sie sehen, es werden große Mühen und Anstrengungen unternommen, ein auf Ihr Haus abgestimmtes Heizsystem zu berechnen. Die gesammelten Daten werden anschließend in ein Berechnungsprogramm eingegeben, das eigens für Infrarot-Heizsysteme entwickelt wurde.
Der Kunde bekommt eine Energiebedarfsberechnung, welche aufzeigt, wie viel Energie in welchem Raum benötigt wird, wo welche Verluste entstehen, eine Energieverbrauchskostenschätzung und ein Angebot der Anlage-Kosten.
Somit garantiert man(zust. für die Berechnungen), gemäß allgemein gültigen gesetzlichen Bestimmungen und Richt-Linien, die Energiebedarfsberechnung. D.h. sofern sich das Lüftverhalten des Nutzers, eben an diese Richtlinien hält (2 x täglich lüften, etc).
Ausmessen der Anlage:
Jeder Raum ist in seiner Art, Ausstattung, Gestaltung und Bauart anders. Er unterscheidet sich durch die Ausrichtung (Himmelsrichtung), hat einen anderen Horizont, Nutzungsart und Position im Gebäude. Darum ist es unbedingt erforderlich, möglichst viele Daten zu beschaffen, damit die Heizung entsprechend auf den Raum abgestimmt werden kann. Für jeden Raum wird ein Datenblatt ausgefüllt.
Die gesammelten Daten werden entsprechend ins Berechnungsprogramm eingegeben.
Anschließend wird die optimale Position der Heiz-Paneele ermittelt und dem Berater mitgeteilt. Abweichungen bei der Installation und Montage der Paneele können die Heizleistung beeinflussen. Darum ist vorgängig zu vermerken, wo die Heizpaneele montiert werden können. Oft lässt es die Raumgestaltung nicht zu, die Heizpaneele optimal zu platzieren.
Optimales platzieren der Heizpaneelen:
Heizpaneele (Montagehöhe ca. 1.85 m oberkant Heizelement). Sofern möglich, sind die Heizpaneelen an einer Innenwand zu platzieren. Wenn es nicht anders möglich ist, an die Decke. Erst als letzte Variante an eine Außenmauer. Es ist in jedem Fall besser, das Heizelement an einer Wand anzubringen, die an einen unbeheizten Nebenraum angrenzt. Oft lässt es die Möblierung und Innenausstattung nicht zu, die Heizpaneele optimal zu platzieren.
1. Wahl an eine Innenwand
2. Wahl an die Decke, sofern der Raum darüber beheizt wird.
3. Wahl an eine Wand zu einem unbeheizten Nebenraum.
4. Wahl an eine Außenwand
Die Heizpaneele wenn möglich so platzieren, dass diese einander gegenüber montiert werden können. So werden aufwändige und lange Installationsleitungen vermieden. Warum sollen die Heizelemente nicht an einer Außenwand montiert werden? Jedes Heizgerät entwickelt eine Eigenwärme, die ebenfalls nach Hinten zur Wand abstrahlt. Diese Wärme wollen wir nicht an die Außenwand verlieren. Darum versuchen wir, sofern es möglich ist, die Infrarot-Heizpaneelen stets an eine Innenwand zu platzieren, damit der Nebenraum von der Wärmeabstrahlung profitiert.
Die Heizpaneelen haben einen Wärmestrahlungsanteil von 86% (Radiatoren ca. 14%). Damit wir die ganze Wärme ausnützen können, montieren wir diese mit Vorteil an eine Wand (Höhe ca. 1.85 m oberkant Element). Somit kommt der geringe Konvektionsanteil der Heizelemente ebenfalls zum tragen. Montiert man diese an die Decke, wird die entstehende Eigen-(Konvektionswärme) nicht wirksam (Warme Luft steigt und verbleibt im oberen Teil des Raumes). Damit die Energiebedarfs-Berechnung korrekt durchgeführt werden kann, brauchen wir zur Berechnung die Bruttogeschoss-Fläche (d.h. die Außenmasse des zu berechnenden Objektes). Somit wird die Speichermasse bei der Berechnung berücksichtigt. Je mehr Daten Sie uns zur Verfügung stellen, umso genauer können wir die Berechnung auf das Objekt abstimmen.
Jeder Projektverantwortliche muss sich bewusst sein, dass bei ungenauen Angaben oder Schätzungen, die Verantwortung einer Fehlberechnung beim Projektverantwortlichen liegt. Somit ist es im Interesse aller Beteiligten, möglichst genaue Objekt-Daten zur Verfügung zu stellen.
Weitere Informationen gerne über E-Mail: energiekostenberatung@gmx.ch
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