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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Infrarot-Heizung: Erfahrungen



Poggio
31.05.2007, 08:12
Guten Morgen
Aus Platzgründen wollen wir bei einem Umbau auf eine gewöhnliche Heizung verzichten und eine "neue" Technologie einsetzen:

Die Infrarot-Heizung.

Hat jemand Erfahrungen damit oder Kenntnisse darüber? Vorteile/ Nachteile?

Grazie
:)

Marie B.
04.06.2007, 10:05
Hallo Poggio
Leider habe ich keine Erfahrungen damit. Aber ich bin immer einwenig skeptisch gegenüber "neuen, tollen" Sachen. Vor allem wenn es sich um "strahlende" Vorrichtungen handelt.

Vielleicht weiss jemand anderes mehr darüber:o

eisman
19.06.2007, 08:21
Hallo Zusammen

Die Infrarot Heizung ist weder schädlich noch "strahlt" sie böse. Wenn Sie nen Kachelofen kennen, dann wissen Sie wie die Infrarot Heizung funktioniert und wie sich die Wärme anfühlt. Der Unterschied zum Kochelofen liegt heute in der Wärmeerzeugung. Die wird mit Strom realisiert.

Poggio
19.06.2007, 08:30
Hi Eisman
Danke für den Link und willkommen im Forum.
;)

Gibt es auch, sagen wir mal, "unabhängige" Gutachten oder Informationen? Praktisch jeder Anbieter findet ja fast nur Gutes an seinen Produkten.:(

Tanti saluti

eisman
20.06.2007, 08:16
Hallo Poggio

Was ich dir anbieten kann sind Verbrauchsmessungen der Infrarot Heizungen, vom Stromlieferant durchgeführt und ausgewiesen. Ferner gibt es Diplomarbeiten zum Thema Infrarot Heizungen.

Unabhängige Gutachten bei den dafür zuständigen Institutionen sind in Vorbereitung. Wir aber noch ne Weile brauchen.

Melde dich bei der Firma.

Ich finde es schade, dass man keine Links einstellen kann:(

Gruss

Mondrian
20.06.2007, 09:32
Ich finde es schade, dass man keine Links einstellen kann

Hallo Eisman

Entschuldige die Abänderung deines Beitrags. Leider lassen die Forums-Regeln nur "Links zu privaten, nicht gewinnorientierten Projekten" zu. Das Forum will eine unabhängige und neutrale Plattform bei Fragen rund ums Haus sein, deswegen sind Werbung und Verlinkungen nicht zugelassen.

Danke für's Verständnis und wir hoffen trotzdem auf viele weitere Besuche und spannende Beiträge deinerseits im Forum! :toll:

Merci & beste Grüsse
Mondrian

Hausinfo
20.06.2007, 09:38
Ich finde es schade, dass man keine Links einstellen kann:(

Gruss

Hi Eisman
Mondrian hat dir ja bereits die Erklärung geliefert.

Also meinerseits nur eine kleine Ergänzung: Du kannst in deinem Profil (Kontrollzentrum) eine Web-Adresse deiner Wahl einstellen und in den Posts darauf verweisen.

Gruess
hausinfo

Hausinfo
04.07.2007, 11:00
Hallo Zusammen
Wir haben bei EnergieSchweiz nachgefragt und ein Infoblatt von der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern dazu erhalten.

Unter anderem steht da:

"Strahlungsheizungen ermöglichen auch bei relativ niedrigen Lufttemperaturen hohe Behaglichkeit,allerdings nur im direkten Strahlungsbereich (gleicher Effekt wie Sonne - Schatten).
Infrarot - Strahlungsheizungen haben nur in speziellen Situationen Vorteile.
- lokal begrenzte Flächen in unbeheizter Umgebung (einzelne kleine Bereiche in Fabrikations-, Lager-, Montagehallen etc., Organistenbank in Kirche, Marktstand etc.)
− grosse Volumen, in welchen trotz mangelhaften Dämmungs- und Abdichtungsmöglichkeiten für klar beschränkte, kurze Zeit eine gewisse Behaglichkeit ermöglicht werden soll (Kirchenräume,
Ausstellungshallen, Vereinslokale etc.)"



Hier das ganze Dokument:
17

Grüsse
Hausinfo

eqd
29.04.2009, 12:19
Das in unserem Sonnenlicht enthaltene Infrarot-Licht erwärmt alle festen und flüssigen Stoffe.
Dabei erwärmt sich die Umgebungsluft nur indirekt, durch die von der Materie freigegebene Wärme (Energie). z.B.: Im Schatten eines Gebäudes ist es kühler, als wenn man der Sonne direkt ausgesetzt ist, obwohl das Gebäude von der selben Luft-Masse umgeben ist.
Die ausgesendete Infrarot-Wärme speichert sich im Boden, in der Decke und den Umfassungs-Wänden des zu beheizenden Raum (Gratis-Wärmespeicher). Nach der Sättigung der Materie wird die Energie (Wärme) allmählich in den Innen- Raum abgestrahlt.
Es entsteht ein gleichmäßiges, wohligwarmes Raumklima, ähnlich dem Kachelofen. Die Luft wird nicht ausgetrocknet und bleibt angenehm frisch. Außerdem kann kein Schimmel entstehen, weil die Außenwand immer wärmer ist, als die sie umgebende Raumluft.
Organische Stoffe nehmen die Wärme sehr rasch auf und geben diese nach der Sättigung allmählich und konstant an die Umgebung ab.
Mineralische Stoffe brauchen für den Speichervorgang etwas länger. Dafür geben diese über längere Zeit die gespeicherte Wärme an die Umgebung ab.
Diese beiden Materialgruppen eignen sich gut bis sehr gut, um mit Infrarot beheizt zu werden.
Infrarot erwärmt den menschlichen Körper sehr gut, weil dieser zum größten Teil aus Wasser besteht. Außerdem werden die Blutgefässe erweitert, welches den Kreislauf entlastet und somit die Botenstoffe schneller austauscht. Selbst bei einer Raumtemperatur von lediglich 18°C wird sich der Patient auf der Massageliege sehr wohlfühlen.
Die ausgesendete Infrarot-Wärme speichert sich in der Materie, d.h. in der Decke, dem Boden und den Umfassungswänden des zu beheizenden Raumes (Gratiswärmespeicher). Allmählich erwärmt sich die Luft über die von der Materie freigegebene Wärme (Energie). Die Luft erwärmt sich nur indirekt. Die Luft setzt dem Infrarot-Licht praktisch kein Widerstand entgegen. Feuchte Wände werden durch die Infrarot-Wärme getrocknet. Es kann kein Schimmel entstehen.
100% der erzeugten Wärme verbleibt im Raum. Es sind keine Transportleitungen, Kamine oder Kesselhäuser von Nöten, um die Wärme an den Bestimmungsort zu transportieren. Die Wärme verteilt sich gleichmäßig im Raum. D.h. die Temperaturdifferenz zwischen Boden und Decke ist nicht wie bei Konvektionsheiz-Systemen mehrere °C. In der Regel werden nur noch wenige Zehntel °C gemessen.
Wie wird der Heizbedarf ermittelt?
Jedes Haus hat einen so genannten Wärme-Bedarf (QH). Dieser Wärmebedarf variiert nach Lage und Ausrichtung der Liegenschaft. Das baugleiche Haus, auf 1'000 m.ü. Meer, hat denselben Wärmebedarf wie auf 275 m.ü. Meer. Es ändern sich lediglich die Heizgradtage (wie viele Stunden pro Tag, übers Jahr gesehen, läuft das Heizsystem).
Es ist jedem klar, dass man in der Regel in der Stadt Zwettl (515 m.ü.M./ mit 4449 Heizgradtage) länger heizen muss als in Wien-Donaustadt (160 m.ü.M./mit 3348 Heizgrad-Tage). Außerdem kommt es darauf an, welche Bau-Stoffe man verwendet, wie dicht die Gebäude- hülle und wie die Liegenschaft ausgerichtet ist (Himmelsrichtung = Solargewinn). Mit einer Datenerfassungsliste wird jeder Raum „haarklein“ aufgenommen und vermessen. Berücksichtigt wird die Lage des zu beheizenden Raumes, die Ausrichtung (Nord, Ost, Süd, West), hat er Fenster? In welche Himmelsrichtung? Wie sind die Abmessungen (B, L, H) und sind die ihn umgebenden Räume beheizt, unbeheizt oder eine Außenwand?
Sie sehen, es werden große Mühen und Anstrengungen unternommen, ein auf Ihr Haus abgestimmtes Heizsystem zu berechnen. Die gesammelten Daten werden anschließend in ein Berechnungsprogramm eingegeben, das eigens für Infrarot-Heizsysteme entwickelt wurde.
Der Kunde bekommt eine Energiebedarfsberechnung, welche aufzeigt, wie viel Energie in welchem Raum benötigt wird, wo welche Verluste entstehen, eine Energieverbrauchskostenschätzung und ein Angebot der Anlage-Kosten.
Somit garantiert man(zust. für die Berechnungen), gemäß allgemein gültigen gesetzlichen Bestimmungen und Richt-Linien, die Energiebedarfsberechnung. D.h. sofern sich das Lüftverhalten des Nutzers, eben an diese Richtlinien hält (2 x täglich lüften, etc).
Ausmessen der Anlage:
Jeder Raum ist in seiner Art, Ausstattung, Gestaltung und Bauart anders. Er unterscheidet sich durch die Ausrichtung (Himmelsrichtung), hat einen anderen Horizont, Nutzungsart und Position im Gebäude. Darum ist es unbedingt erforderlich, möglichst viele Daten zu beschaffen, damit die Heizung entsprechend auf den Raum abgestimmt werden kann. Für jeden Raum wird ein Datenblatt ausgefüllt.
Die gesammelten Daten werden entsprechend ins Berechnungsprogramm eingegeben.
Anschließend wird die optimale Position der Heiz-Paneele ermittelt und dem Berater mitgeteilt. Abweichungen bei der Installation und Montage der Paneele können die Heizleistung beeinflussen. Darum ist vorgängig zu vermerken, wo die Heizpaneele montiert werden können. Oft lässt es die Raumgestaltung nicht zu, die Heizpaneele optimal zu platzieren.
Optimales platzieren der Heizpaneelen:
Heizpaneele (Montagehöhe ca. 1.85 m oberkant Heizelement). Sofern möglich, sind die Heizpaneelen an einer Innenwand zu platzieren. Wenn es nicht anders möglich ist, an die Decke. Erst als letzte Variante an eine Außenmauer. Es ist in jedem Fall besser, das Heizelement an einer Wand anzubringen, die an einen unbeheizten Nebenraum angrenzt. Oft lässt es die Möblierung und Innenausstattung nicht zu, die Heizpaneele optimal zu platzieren.
1. Wahl an eine Innenwand
2. Wahl an die Decke, sofern der Raum darüber beheizt wird.
3. Wahl an eine Wand zu einem unbeheizten Nebenraum.
4. Wahl an eine Außenwand
Die Heizpaneele wenn möglich so platzieren, dass diese einander gegenüber montiert werden können. So werden aufwändige und lange Installationsleitungen vermieden. Warum sollen die Heizelemente nicht an einer Außenwand montiert werden? Jedes Heizgerät entwickelt eine Eigenwärme, die ebenfalls nach Hinten zur Wand abstrahlt. Diese Wärme wollen wir nicht an die Außenwand verlieren. Darum versuchen wir, sofern es möglich ist, die Infrarot-Heizpaneelen stets an eine Innenwand zu platzieren, damit der Nebenraum von der Wärmeabstrahlung profitiert.
Die Heizpaneelen haben einen Wärmestrahlungsanteil von 86% (Radiatoren ca. 14%). Damit wir die ganze Wärme ausnützen können, montieren wir diese mit Vorteil an eine Wand (Höhe ca. 1.85 m oberkant Element). Somit kommt der geringe Konvektionsanteil der Heizelemente ebenfalls zum tragen. Montiert man diese an die Decke, wird die entstehende Eigen-(Konvektionswärme) nicht wirksam (Warme Luft steigt und verbleibt im oberen Teil des Raumes). Damit die Energiebedarfs-Berechnung korrekt durchgeführt werden kann, brauchen wir zur Berechnung die Bruttogeschoss-Fläche (d.h. die Außenmasse des zu berechnenden Objektes). Somit wird die Speichermasse bei der Berechnung berücksichtigt. Je mehr Daten Sie uns zur Verfügung stellen, umso genauer können wir die Berechnung auf das Objekt abstimmen.
Jeder Projektverantwortliche muss sich bewusst sein, dass bei ungenauen Angaben oder Schätzungen, die Verantwortung einer Fehlberechnung beim Projektverantwortlichen liegt. Somit ist es im Interesse aller Beteiligten, möglichst genaue Objekt-Daten zur Verfügung zu stellen.
Weitere Informationen gerne über E-Mail: energiekostenberatung@gmx.ch

mycroft
31.03.2011, 23:24
Infrarot-Heizungen sind alles andere als "neu". Im Haus meiner Eltern (Baujahr 1968) hat es solche Heizungen. In grossen Räumen hat es Speicheröfen, in den kleineren Zimmern die IR-Heizungen. Damals nannte man dies Direktheizer. Im wesentlichen ist es eine Elektrowiderstandsheizung.

Sind Stromfresser par excellence. Aber sehr dauerhaft und wartungsfrei.

stony
06.04.2011, 21:55
zitat: Infrarot-Heizungen sind alles andere als "neu". Im Haus meiner Eltern (Baujahr 1968) hat es solche Heizungen. In grossen Räumen hat es Speicheröfen, in den kleineren Zimmern die IR-Heizungen. Damals nannte man dies Direktheizer. Im wesentlichen ist es eine Elektrowiderstandsheizung.

Dann handelt es sich hier auch um Direktheizer mycroft. Das hat nichts mit IR Heizungen zu tun ! :D

mycroft
06.04.2011, 22:03
z
Dann handelt es sich hier auch um Direktheizer mycroft. Das hat nichts mit IR Heizungen zu tun ! :D

Doch. Eine IR-Heizung ist nichts weiter als ein Direktheizer. Ich spreche nicht von Ölradiatoren oder Heizlüftern. Bei Direktheizern erzeugt ein elektrischer Widerstand grossflächig Strahlungswärme. That's it. Die heutigen Direktheizer/IR-Heizungen sind einfach nicht ganz so leistungsstark wie die alten, maximal 900 Watt statt bis zu 2 KW. Weil die Häuser besser gedämmt sind müssen sie nicht mehr so heiss werden und haben deshalb auch etwas tiefere Oberflächentemperaturen.

"If you can't fix it - rename it", heisst es doch so schön. :)

stony
06.04.2011, 22:24
Zitat:
Bei Direktheizern erzeugt ein elektrischer Widerstand grossflächig Strahlungswärme

Irrtum ! :D
Ein Direktheizer erzeugt über einen elektrischen Widerstand Konvektions- und nicht Strahlungswärme.

Konvektoren arbeiten mit geringen Oberflächentemperaturen und geben die Wärme hauptsächlich durch natürliche Konvektion ab.


Strahlungsheizgeräte
Einsatz in Sanitär- und Nebenräumen, aber auch in sonst unbeheizten Großräumen und im Freien (z.B. Gaststättenterrassen). Da die Strahlung erst beim Auftreffen auf eine Person oder einen Gegenstand in Wärme umgewandelt wird, kann die Umgebungstemperatur relativ niedrig sein.

Das ist ein feiner......aber entscheidender Unterschied :D

mycroft
06.04.2011, 22:38
Zitat:
Ein Direktheizer erzeugt über einen elektrischen Widerstand Konvektions- und nicht Strahlungswärme.


Hast du die Physik neu erfunden? Wärme ist Infrarotstrahlung. Auch bei einer Infrarotheizung entsteht an der Oberfläche in geringem Masse Konvektion.

Spezifische Konventions-Elektroöfeli sind aber so gebaut, dass die Luft durch den Heizkörper hindurchströmt und sich dabei erwäht. Die Heizungen sind gegen aussen isoliert und werden an der Oberfläche nicht sehr warm. Diese Heizungen haben oben und unten Öffnungen, wo die Luft durchströmt.

Die Direktheizungen, von denen ich spreche, sind flach, etwa 1-2 cm dick - ohne Öffnungen. IR-Heizungen eben.

Ich habe beides in Aktion erlebt, die alten "Direktheizer" und die neu "IR-Heizung" genannten Elektroheizungen. Es ist dasselbe in Grün.

stony
06.04.2011, 22:41
mycroft ?

ich lass Dir Deine Meinung und wir schliessen das Thema :)

spiderman-3000
10.05.2011, 07:53
Hallo zusammen
Ich habe sehr wertvolle Tipps in einem Energie Spar e-Book gefunden. Unter folgendem Link könnt ihr es auch erwerben: hoerzu.ch/product_info.php/info/p26_ENERGIE-SPAR-EBOOK. Denn Energie sparen wird immer wichtiger, denn es schont die Natur und natürlich auch unseren Geldbeutel. Der Kauf dieses Buches hat sich für mich mehr als ausbezahlt.
Beste Grüsse

Blasekamm
06.11.2013, 20:11
Die Diskussionen um Infrarotheizung sind teilweise echt nervtötend. Was nun jeder für sich gut findet oder nicht bleibt jedem selbst überlassen. es gibt so viele Nachtspeicher Besitzer die nach alternativen suchen. Alternativen die nicht Gas oder Pellet oder Wärmepumpe heißen. Jede andere Installation außer Elektroheizung (http://www.infrarotheizung-vergleich.de/moderne-elektroheizung/) ist mit hohen Kosten/Umbauten verbunden. In sofern erübrigt sich da schon die Frage. Ich finde den besten Eindruck kann man sich machen in dem verschiedene Hersteller gegenüberstellt und sich gut beraten läßt.

cucaracha
07.11.2013, 11:13
Öhhh, äaahhh:confused: Kommt mir reichlich deutsch vor, das Forum hier. In der Schweiz ist das einigermassen klar: Elektroheizungen sind die grössten Stromfresser im Land. Und in vielen Kantonen ist der Einbau neuer Elektroheizungen verboten und für bestehende gibt es Übergangsfristen.

Gruss Cucaracha

hausamsee
24.03.2014, 20:03
Hey,

ich hätte eigentlich auch immer gedacht, dass Elektroheizungen absolute Stromfresser sind, aber vielleicht gibt es da auch die ein oder andere Ausnahme. Auf jeden Fall haben wir uns aber vor einiger Zeit für dieses (http://www.infrarotheizung-experten.de/infrarotheizung-glas-bildheizung-firstheating.html) Modell einer Infrarot-Heizung entschieden. Seither sparen wir jedes Monat ca. 30 Euro an Heizkosten im Winter.

dlaeng
28.01.2015, 15:46
Zu dieser Thematik ist folgender Link interessant:

http://www.energie.tg.ch/documents/Definitiver_Schlussbericht_Studie_Effizienzverglei ch_IR_vs_WP-Heizung.pdf

Kurzfassung:

Die Studie kommt zu den folgenden Schlüssen:

IR-Strahlungsheizungen weisen gegenüber der Wärmepumpen-Lösung mit normalen Heizkörpern einen eklatant höheren Energiebedarf auf, und zwar um rund zwei Drittel.

Wird die Wärmepumpe mit einer Fussbodenheizung kombiniert, so ist der Energieverbrauch der IR-Strahlungsheizungen immer noch doppelt so gross.

Die Infrarotheizung ist im Fall des untersuchten Einfamilien-Hausteils (200 m2) die teuerste Lösung: Sie verursacht Jahreskosten von 6714 Franken. Eine Ölheizung würde pro Jahr 5988 Franken kosten, eine Heizung mit Wärmepumpe je nach System 4603 bis 4768 Franken.

Minimale Komfortbedingungen können mit IR-Heizungen als auch mit Heizkörpern oder Fussbodenheizungen erreicht werden.

Ausserdem muss gesagt werden, dass laut Gesetz IR-Heizungen als Elektroheizungen gleichgesetzt werden und im Kt. SO bis 2030 Elektroheizungen ersetzt werden müssen. Ausnahmen sind z.b Badezimmer wo nur sporadisch geheizt wird.

MirIsKalt
24.02.2015, 15:27
Halli Hallo,
hier wurde ja jetzt so einiges zur Theorie diskutiert, mich würde aber interessieren ob jemand bei sich zu Hause tatsächlich Infrarotheizungen hat und mir dazu etwas berichten kann?
In meiner Wohnung hab ich in der Küche leider keine Heizung und im Winter ist es wirklich unerträglich. Ne Freundin hat mich jetzt gefragt wieso ich mit keine Infrarotheizung besorge. Ich hab davon aber noch nie gehört und jetzt nur bisschen rum gegoogelt.

Meine Küche ist etwa 10qm groß und hat recht hohe Decken. Insgesamt ist es ein eher altes Haus mit alten Fenstern und ner alten Balkontür, ich glaub nicht dass das Haus sehr gut isoliert ist.

Lohnt sich da ne Infrarotheizung? Oder zahl ich mich da dumm und dämlich? Hat jemand Infos zum Verbrauch?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, vielen Dank im Voraus!

surfer70
10.03.2015, 08:42
Als IR-Heizungsbesitzer, der sich ziemlich intensiv mit der Materie befasst hat erlaube ich mir mal zu antworten und mit einigen falschen Ansichten aufzuräumen!!

1. Für einen Neubau oder total-Umbau kommt eine Elektroheizung nicht in Frage, da sind wir uns einig (wobei: siehe PS)!
2. Die Atom-Industrie hat, es ist noch nicht so lange her, die Speicherheizungen massiv gefördert um die Nachtenergie loszuwerden. Im Prinzip keine blöde Idee. Wie man in 20 Jahren über Wärempumpen oder gasheizungen denkt wissen wir heute nicht.
3. dlaeng: Schau dir die Zahlen an. Mit einer Wärmepumpe sparst du ev 2000.- pro Jahr. Je nach Wäremepumpe wird es weniger sein, da bei kaltem Wetter und billigen Modellen die Leistung nicht mehr ausreicht und wieder mehr Strom verwendet wird!
Aber lassen wir die 2000 Franken pro jahr mal stehen. Wie teuer ist wohl der hausumbau, wenn nun Wasserleitungen eingezogen werden müssen? Das kommt schnell mal auf >60'000 Fr (Radiatoren, Wasserleitungen, Boiler uswusw). Nach >30 Jahren hat sich die Wärmepumpe amortisiert? Das lohnt sich nicht!

Oder bezahtl der Kt. Solothurn der Totalumbau? Und was machen wir in Zukunft mit dem Nachstrom?
Ich glaueb, die Grünen denken da sehr kurzsichtig. Und wenn man die Rechnung so anstellt: Verbieten wir nun die Elektroautos und -Velos?

Dies mal als Gedankenanregung.
Felix

PS:
Gasheizungen? Was ist wenn Putin den gashahn abdreht, zudem ist man nun CO2-Erzeuger?
Wärmepumpen? Nur Erdsonden-Modelle (ui teuer) sind wirklich zuverlässig. Die günstigen luft-luft WPs benötigen plötzlich viel Strom wenns kalt wird. Und wie siehts mit Wartung etc aus?
Pellet? Feinstaub-Erzeuger und nicht ganz wartungsfrei.

surfer70
10.03.2015, 08:46
Halli Hallo,


Lohnt sich da ne Infrarotheizung? Oder zahl ich mich da dumm und dämlich? Hat jemand Infos zum Verbrauch?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, vielen Dank im Voraus!

Bei Heizungen ist ist natürlich immer so, wenn schlecht isoliert ist heizt man halt die Umgebung mit auf.
Aber du musst selber entscheiden, wie viel Wert dein Komfort ist. Ich würde dir sofort eine IR-Heizung empfehlen! Sie heizt nur wenn notwendig, sie sind im Vergleich zu früher energieeffizient und heizen sehr schnell. Wenn du zB 1 STunde in der Küche arbeitest benötigst du nur 1 Stunde lang die Leistung. Im Vergleich zu sämtlichen anderen Heizungen wo permanent geheizt wird.
Alternativen hast du nicht wirklich viel, ausser du willst Wasserleistungen verlegen....
ein 900Watt Ofen, eine Stunde geheizt, entsrpechend 900Wh. Also 20 Rappen.... (1kWh= 20 Rappen oder so)
Infraswiss hat solche Dinger. Und nein, ich bin in keiner Weise mit irgendeiner IR-Firma im Bunde (nur ein Besitzer).
Felix

MirIsKalt
24.03.2015, 10:00
Ok super Felix, vielen Dank für deine Antwort! Ich glaub ich besorg mir echt so ein Teil! Kannst du mir noch nen Tip geben, wo ich die Heizung am besten platzieren sollte?

surfer70
03.04.2015, 19:33
Ok super Felix, vielen Dank für deine Antwort! Ich glaub ich besorg mir echt so ein Teil! Kannst du mir noch nen Tip geben, wo ich die Heizung am besten platzieren sollte?

Da fragst du am besten die Spezialisten. Kommt auf die Raumgrösse etc an. Auch die Auslegung der Heizung, also wie gross, Leistung etc hat einen Einfluss.
Viel Erfolg.
Felix

Dämmunsinn
07.04.2015, 12:31
Ok super Felix, vielen Dank für deine Antwort! Ich glaub ich besorg mir echt so ein Teil! Kannst du mir noch nen Tip geben, wo ich die Heizung am besten platzieren sollte?

hallo am besten eine Innenwand wählen. so wärmt die Strahlung die Aussenwand direkt.(Strahlung wärmt wände,möbel und menschen, keine luft)
darum bringt eine Dämmung nichts.

PS. im neusten Block home heft ist ein interressanter Artikel über Strahlungsheizung.

En gruess dämmunsinn

sunjimmy
20.04.2015, 20:42
Guten Morgen
Aus Platzgründen wollen wir bei einem Umbau auf eine gewöhnliche Heizung verzichten und eine "neue" Technologie einsetzen:

Die Infrarot-Heizung.

Hat jemand Erfahrungen damit oder Kenntnisse darüber? Vorteile/ Nachteile?

Grazie
:)

=======================
Ich denke, dass es sicher war, weil er ähnelt ir led strips (http://www.ledlightmake.com/infrared-ultraviolet-led-strip-c-80_92/led-infrared-940nm5mroll-smd5050flexible-ir-emitting-diode-p-250.html)。
Selbst einige der Infrarotbereich kann heilen.:)

Desta89
07.05.2015, 08:31
Die neue Technologie hört sich erstmal gut an. Ich bin gerade auch am überlegen ob wir das bei uns in der Wohnung einbauen. Danke an dieser Stelle für das Teilen eurer Erfahrungen!

MirIsKalt
18.05.2015, 10:24
Halli Hallo,
nachdem ich bissle gehirtn hab, hab ich beschlossen ne Infrarotheizung für meine Küche zu besorgen! :) Meine Küche ist ja so ca. 10qm groß, mittelmäßig isoliert und hat 1 1/2 Außenwände (eine Wand geht zum Treppenhaus). Hab jetzt damit gerechnet dass ich um die 800 Watt brauch. Kommt mir aber irgendwie so viel vor...denkt ihr dass die Berechnung stimmt?

MirIsKalt
21.05.2015, 14:56
Sodele, bisher hat zwar noch niemand geantwortet, aber ich hoffe da kommt noch was :D
Hab jetzt mal die hier mir 900 Watt (https://www.infrarotheizung-experten.de/infrarotheizung-200-1000-watt.html) ins Auge gefasst, aber denkt ihr die kann was? Bin so unsicher sowas einfach im Netzt zu bestellen :/ Und denkt ihr ein Paneel reicht aus? Oder sollte ich lieber zwei mit geringerer Wattleistung besorgen, also beispielsweise zwei mit 400 Watt? Was ist besser?

surfer70
21.05.2015, 20:51
Und warum nicht eine entsprechende Firma direkt anrufen und fragen? Bei uns ist ein netter Herr vorbeigekommen, hat alles ausgemessen und ausgelegt... Was nützt dir eine kleine Ersparnis wenn du online bestellst aber dann doch was falsches hast...

MirIsKalt
29.05.2015, 10:53
Mmmh, ja da ist natürlich was dran. Ich bin so ein schlimmes "Alles-im-Netz-kaufen"-Kind :D

hausamsee
19.06.2015, 14:57
Habe nur sehr positive Erfahrungen damit gemacht.

dlaeng
16.10.2015, 09:54
Als IR-Heizungsbesitzer, der sich ziemlich intensiv mit der Materie befasst hat erlaube ich mir mal zu antworten und mit einigen falschen Ansichten aufzuräumen!!

3. dlaeng: Schau dir die Zahlen an. Mit einer Wärmepumpe sparst du ev 2000.- pro Jahr. Je nach Wäremepumpe wird es weniger sein, da bei kaltem Wetter und billigen Modellen die Leistung nicht mehr ausreicht und wieder mehr Strom verwendet wird!
Aber lassen wir die 2000 Franken pro jahr mal stehen. Wie teuer ist wohl der hausumbau, wenn nun Wasserleitungen eingezogen werden müssen? Das kommt schnell mal auf >60'000 Fr (Radiatoren, Wasserleitungen, Boiler uswusw). Nach >30 Jahren hat sich die Wärmepumpe amortisiert? Das lohnt sich nicht!

Oder bezahtl der Kt. Solothurn der Totalumbau? Und was machen wir in Zukunft mit dem Nachstrom?
Ich glaueb, die Grünen denken da sehr kurzsichtig. Und wenn man die Rechnung so anstellt: Verbieten wir nun die Elektroautos und -Velos?

Dies mal als Gedankenanregung.
Felix

PS:
Gasheizungen? Was ist wenn Putin den gashahn abdreht, zudem ist man nun CO2-Erzeuger?
Wärmepumpen? Nur Erdsonden-Modelle (ui teuer) sind wirklich zuverlässig. Die günstigen luft-luft WPs benötigen plötzlich viel Strom wenns kalt wird. Und wie siehts mit Wartung etc aus?
Pellet? Feinstaub-Erzeuger und nicht ganz wartungsfrei.


Mir geht es nicht darum Wärmepumpen zu befürworten oder schlecht zu machen. Klar, auch diese haben einen gewissen Strombedarf. Jedoch muss man einfach der Realität ins Auge sehen: Elektroheizungen und Infrarotheizungen sind beides ELEKTROHEIZUNGEN per Definition. Bei uns im Kt. Solothurn werden die in 10 Jahren verboten sein. Da kann man noch solange Vor -und Nachteile abwägen und darüber Philosophieren was die Energieversorger vor 30 Jahren einem versprachen. Wir leben im Jahre 2015. Das ist Fakt. Ich bin auch nicht glücklich darüber (habe nein gestimmt) ;-) Aber es ist nunmal so. Aus diesem Grund muss man sich halt genug früh Gedanken machen was da in ein paar Jahren auf einem zukommen kann bei einer Komplettsanierung. Wir werden jetzt auch noch eine Infrarotheizung kaufen bis das Szenario "Ersatz der alten Elektroheizung" dann einmal eintreffen wird. Wer weiss, vielleicht sieht es ja in 10 Jahren wieder anders aus, und diese Art des heizens wird befürwortet :toll:
So wie es aber ausschaut, werden die Kosten für Strom nicht günstiger werden.

Malato
03.11.2015, 18:54
Infrarot-Heizungen können nicht als gut oder schlecht eingeordnet werden. Das Thema ist komplexer. Moderne IR-Heizungen haben folgende Eigenschaften:
- dezentrale Heizung
- haben eine kleine Träge (= schnell)
- viel effizienter wie andere elektrische Heizung Systeme)
- brauchen keine Wartung
Die andere Heizungen wie Wärmepumpe, Gaz oder Öl Heizungen sind zentral, haben eine grosse Träge und brauchen eine regelmässige Wartung. Wenn man NUR die Kosten im KWh betrachtet, sind IR-Heizungen teurer.
Meine Erfahrung (ca.1 Jahr) zeigt aber, dass IR-Heizungen nicht teurer sind. Sie sind sogar günstiger, wenn man die Unterhalt und Investitionskosten betrachtet. Es gibt verschiedene Gründe dafür, aber das wichtigste ist, dass IR-Heizungen können viel "kluger" gesteuert werden. Das ist fast nur mit IR Heizungen möglich, da sie de-zentral heizen und (vor allem) da sie fast keine Träge haben.
Ich habe Für jeden Tag und jedes Raum ein Temperaturprofil eingesetzt und verbrauche die Energie nur wenn ich es brauche. Wir sind während der Tag meistens nicht daheim und kommen erst am Abend, denn lass ich die Temperatur auf 15 grad während der Tag fallen. Ein paar Zimmer sind nicht benutzt und werden auch nicht geheizt. Ich kann alles mit meinem Händi kontrollieren. Ich bin eigentlich mit der Lösung sehr zufrieden. Ich könnte der System noch verbessern, wenn ich eine Präsenzsensor einbauen würde... Das werde ich in der Zukunft installieren.