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Thema: wir bauen unser Traumhaus

  1. #11

    Standard

    Hallo zusammen

    Besten Dank für die spannenden und ausführlichen Berichte. Ein Lehrstück für alle angehenden "Häuslebauer". Was ihr mit allen gemeinsam habt: Wasserhahnen sind "schweineteuer"

    Viel Glück, Hausi

  2. #12

    Standard Submissionen, Rabatt/Skonti, Werkverträge…

    Unsere Investition in das „Rundum-Sorglos-Betreungs-Paket“ durch den Bau-Projektleiter zahlt sich aus. Er führt für uns die gesamten Submissionen durch, handelt Rabatte, Skonti und Teilzahlungen aus, vergleicht für uns Offerten und bereinigt diese ggf. mit den Anbietern, arbeitet alle Werkverträge in unserem Namen aus und schickt uns jeweils dicke Umschläge per Post zu:
    - Vergabe Arbeiten mit Vergleich von drei Anbietern mit seinem Vorschlag
    -Werkverträge mit Fixpreis oder nach Aufwand mit Kostenoberdach mit der Bitte 3x unterzeichnen, 1x für euch, 2x für mich…

    Das waren unsere Impressionen während der Phase der Ausschreibungen. Wir konnten hier unsere doch sehr knappe Freizeit meist für uns als Familie nutzen ohne am Weekend Offerten einholen und vergleichen zu müssen oder etwa stundenlanges preisvergleichen bei Bauhaus, Obi & Co. – aaaaahhhh, eine Wohltat.
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  3. #13

    Standard Entscheid Innenausbau (Küche, Bad, Böden, Decke, Wände)

    Unser Architekt hat uns früh angesprochen, ob wir Familie oder Freunde haben welche für Offerten angefragt werden sollten. Es waren genau deren vier. Zwei davon kannte Roman (unser Bau-Projektleiter) bereits. Um die anderen beiden Kollegen (einen Küchenbauer und einen Bodenleger) an Bord zu holen mussten wir Roman erst noch überzeugen…
    Wir haben uns bereits sehr früh mit Roman auf folgendes geeinigt:
    - Nur Handwerker aus der Region (da kann ich dann anrufen wenn ich eine Frage habe… und schliesslich verdienen wir unseren Lohn auch in der Schweiz mit Schweizer Kunden)
    - Keine Subakkordanten aus Deutschland oder anderen Nachbarländern zuzulassen
    - Mit Ausnahme unserer beiden Kollegen, nur Partnerfirmen offerieren zu lassen, mit welchen Roman bereits gute Erfahrungen gemacht hat

    Ich denke mit dieser Wahl sind wir gut gefahren. Heute, wir ziehen ja in 3½ Wochen bereits ein, hatten wir:
    - Keine bösen Überraschungen (bis jetzt…… )
    - Keine Partnerfirmen die uns Privat angerufen haben um sich zu beschweren
    - (fast) keine Budgetüberschreitungen (bei der einten konnte Roman sich durchsetzen und es blieb bei rund 2‘500.- nachvollziehbaren Mehrkosten)
    - Keinen Schlichtungsmeetings mit aufgebrachten und sich benachteiligt gefühlten Handwerkern

    Und hinsichtlich Planung hat es sich auch gelohnt – wir ziehen bereits 4 (vier!) Wochen vor dem geplanten Termin ein. Die Handwerker, welche sich beinahe alle untereinander kennen, haben sich jeweils selbst abgesprochen um die Arbeiten durchzuführen. Wer sagt denn hier „immer nume Lämpe mit de Handwärker“?
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  4. #14

    Standard Make or Buy?

    Zwei linke Hände und zwei linke Füsse… das trifft so ziemlich zu (irgendwie bin ich ja auch im Büro gelandet).

    Als uns der Architekt fragte ob wir auch Eigenleistungen erbringen wollten antworteten wir beide im einstimmig: „Solange wir das Auswählen von Badezimmern und Böden nicht aktivieren können – nein…
    Einige unserer Kollegen machen Eigenleistungen in und ums Haus. Unsere künftigen Nachbarn sind bei jedem unserer Besuche im Haus mit grossen Geräte in ihrem künftigen Heim unterwegs. Nicht auszudenken was passieren würde, wenn ich eine Bohrmaschine in die Hände kriegen würde. Nun ja, unser Haus ist deswegen auch nicht in der Grösse einer Villa da wir wirklich alles durch die Partnerfirmen machen lassen. Wir wünschen uns einziehen und gleich „loswohnen“ zu können ohne noch Monate und Jahre auf einer Baustelle oder mit nicht-ausgebautem Keller hausen zu müssen.
    Dies ist aber ein wichtiger Entscheid, denn ein „Vollausbau“ schlägt ganz schön ins Geld. Wer da Profi-Do-It-Yourself-Handyman ist sollte dies sicherlich gut überlegen.

  5. #15

    Standard Bauversicherungen

    Vieles an Werbung und etliche Anrufe haben wir erhalten. Wir haben aber schnell bemerkt, dass wir auch im Bereich Bauversicherungen Hilfe benötigen. Was ist zwingend nötig, was ist ratsam und welche Versicherungen können wir uns sparen.

    Nachdem wir unseren Versicherungsvertreter, bei welchem wir alle Versicherungen abgeschlossen haben, sowie Roman den Bau-Projektleiter befragt haben und bemerkt haben das unter beiden Einigkeit herrscht (ohne das sich beide je gesehen hätten), haben wir sogleich die Verträge unterzeichnet.

    Wir haben für unseren Hausbau die nachfolgenden Versicherungen abgeschlossen:
    - Bauherren-Haftpflicht für 5 Mio. CHF je Ereignis
    - Bauwesen-Versicherung mit einem Selbstbehalt von CHF 5‘000.- je Schadenfall

    Hinzu kommen dann ja die Versicherungen sobald wir eingezogen sind. Hier haben wir folgendes abgeschlossen:
    - Hausratversicherung (nach dem Umzug minus 30‘000.- / das haben wir alles „entsorgt“ )
    - Gebäudeversicherung (wir wohnen im Kanton Freiburg)
    - Freilegungskosten von Wasserleitungen (wir haben hier leider schlechte Erfahrungen gemacht…)
    - Gebäudeverglasung

  6. #16

    Blinzeln Spatenstich, Aushub, Fundament

    Yippieee wir sind wieder „online“ – unser alter Provider hat uns den Internetzugang bereits Ende August gekappt und der Provider am neuen Ort hat aus versehen „Abbestellen“ anstelle „Freischalten“ gedrückt…
    Die Realisierung beginnt, der Bagger fährt auf. Den Spatenstich erfolgte am 10. März 2008. Unser erster Baustellenbesuch war am 18. März – da war, ausser einem Bagger und einem grossen Hügel, nicht viel zu sehen.
    Unser Aufwand mit der ganzen Bauerei verringert sich jetzt, da wir ohnehin nicht viel verstehen von Rohbau, Beton & Co. Jetzt ist unser Bau-Projektleiter Roman gefragt. Wir erhalten wöchentlich ein Protokoll von der Baustellensitzung. Darin ersehen wir den Stand der Arbeiten, Pendenzen, Arbeiten der Folgewoche – für uns ausreichend. Sind wichtige Entscheide durch uns als Bauherrschaft zu fällen, so „übersetzt“ Roman für uns was zu Entscheiden ist und macht uns Skizzen oder gibt entsprechende Empfehlungen ab so dass wir etwaige Auswirkungen verstehen.
    Während der Rohbauphase gehen wir alle zwei Wochen auf die Baustelle um den Fortschritt zu sichten. Immer ausserhalb der Arbeitszeiten – wir wollen ja die Spezialisten nicht stören
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    Geändert von schaferfamily (21.09.2008 um 12:36 Uhr)

  7. #17

    Standard Rohbau

    Der Rohbau ging ziemlich an uns vorbei. Einzig eine Wand mussten wir betonieren lassen, da darin soviel Schläuche vorgesehen waren, dass das Haus wohl nicht stabil genug war auf diesen „gelöcherten“ Ziegelsteinen.
    Caroline war einmal zufällig während der wöchentlichen Bausitzung auf der Baustelle. Unser Bau-Projektleiter Roman schien die „Meute“ in Griff zu haben. Während der Bausitzung wurde nicht geschwatzt, weggelaufen oder telefoniert. Jeder erhielt seine Anweisungen - Firmen welche neu auf der Baustelle waren, wurde eingewiesen.
    Wir haben auch gespürt als Roman drei Wochen in Urlaub war. Die Baustelle war ein einziger Abfallhaufen. Drei 60-Liter Abfallsäcke haben wir an Abfall rund ums Haus zusammengetragen, sogar die Gemeinde hat sich beschwert der Dreck gelange mit dem Wind bis auf die Strasse… Das hatten wir sonst während der ganzen Bauzeit von rund sechs Monaten nie.
    Die Fotos zeigen einige Impressionen – aus den Augen der Bauherren (inkl. Kommentare von den Bau(laien)-herren).

  8. #18

    Standard Innenausbau

    Jetzt kommt unsere Zeit in der ganzen Bauerei. Mit dem Innenausbau nimmt das Haus gestalt an und wir können doch nun etwas mitreden oder sehen zumindest wie es dann fertig aussehen wird.
    Jetzt geht’s rund. Aus dem Protokoll der wöchentlichen Bausitzung können wir erahnen, wieviel verschiedene Fachspezialisten im und ums Haus aktuell tätig sein müssen. Ein emsiges treiben fast wie im Ameisenhaufen
    Der Plättler legt die Platten im Erdgeschoss und in den Bädern. Die Wände werden mit Abrieb versehen, Türrahmen werden gestrichen, die Waschküche erhält einen wasserfesten Anstrich.
    Unsere Badmöbel werden montiert und der Sanitär platziert Waschbecken, Badewanne, Duschen und sämtliche Armaturen.
    Die Küche: Sprichwörtlich in letzter Minute haben wir noch eine Änderung durchgeben. Wir haben einen schönen, ziemlich grossen, Esstisch gesehen. Nun ist leider der vordere Teile der Küche zu breit für den Tisch. Nach kurzem Überlegen haben wir die an der Küche angebaute Bar gestrichen zugunsten des neuen Tisches.

  9. #19

    Standard Reinigung...schrubb schrubb....

    Am Anfang bei der Planung hat uns der Architekt gefragt, ob wir Eigenleistungen erbringen wollen. Damals haben wir als spasseshalber gesagt, dass wir ausser Staubsaugen wohl nichts können auf dem Bau…
    Einige Wochen vor dem Einzug, die Böden sind mittlerweile verlegt, klingelt das Telefon und der Bau-Projektleiter teilt uns mit, dass die Zeit für Eigenleistungen gekommen sei?!? Nun gut, wir machen uns auf dem Weg mit dem Hausstaubsauger um die Böden einigermassen sauber zu kriegen so dass von den hereingetragenen Steinen keine Kratzer entstehen. Wir haben zudem auf allen Böden Maler-Bodenkarton aus dem Bauhaus ausgerollt und verklebt.
    Guter Tipp: Der Hausstaubsauger ist nicht für Baureinigung gemacht. Unser 600.- Rowenta Staubsauger hat sogleich den Geist aufgegeben…
    Die Endreinigung vor dem Einzug wurde von einer Reinigungsfirma gemacht. Die hatten Maschinen und das geeignete Know-how. So konnten sie in nur einem Tag das gesamte Haus – wohl gemerkt inklusive Fenster, Storen etc. – von oben bis unten gründlich reinigen.
    Nach der Reinigung haben wir die „Verkehrsflächen“ im gesamten Haus erneut mit Maler-Bodenkarton verlebt für den Umzug. Dies hat uns grosse Putzarbeiten nach dem Einzug erspart…

  10. #20

    Standard Um- und Einzug

    Als wir uns damals entscheiden haben ein eigenes Haus zu bauen erhielten wir 1001 gute Tips. Die meisten hatten implizit oder explizit die Aussage „es ist immer teurer und dauert dreimal länger als geplant“ dabei.
    Bezüglich Kosten na ja, wir haben unser ursprüngliches Budget nicht eingehalten (bei weitem nicht), aber für unser Budget gabs ja auch kaum ein Haus… Die aktuellen Kosten (inklusiv Forecast bis Projektende) sind knapp unter dem zu Beginn budgetierten Kostenvoranschlag.
    Das Beste aber ist: Wir ziehen einen ganzen Monat früher ein als geplant! Und: Ja wir haben eine funktionierende Küche, ja wir haben überall Strom und Wasser, ja die Rolländen sind da und funktionieren und ja alle Sanitärapparate sind montiert.
    Was mit dem „Endpurt“ nicht mithalten konnte ist der Autounterstand und die Gärtnerarbeiten. Die Montage des Unterstands beginnt in der Woche nach unserem Einzug. Ebenfalls ist der erste Teil der Bepflanzung dann vorgesehen.
    Zügeln, da sind wir Experten. In unserer Eigentumswohnung waren wir 5 Jahre und 6 Monate – Rekord! Vorher haben wir beinahe im Jahresrhythmus Wohnung, Wohnort, Kanton und Land gewechselt…
    Fünf Jahre in der gleichen Wohnung und doppelter Nachwuchs: Da sammelt sich einiges an. Caroline hat schon Monate vor dem Umzug mit auf- und einräumen begonnen. Wenn die Kids jeweils einige Stunden oder sogar Tage weg waren wurde gemistet. So haben wir Hunderte von Kilos entsorgt, vererbt, ins Brockenhaus oder zum Roten Kreuz gebracht.
    Wir haben bereits einige Tage vor dem Umzug die Küchenutensilien gezügelt und im Haus eingeräumt.
    Schwierig war dann der Umzug des 200 kg Whirlpools. Es musste von Wintergarten durch die ganze Wohnung auf den Balkon gerollt werden. Dort (im 3. Stock) wurde er mit dem Kran runtergebracht. Ebenso fanden der schwere Holz-Esstisch und das überdimensionale Bretz Sofa den Weg über den Balkon runter…
    Der eigentliche Umzug ging am Folgetag über die Bühne. Es ging alles reibungslos über die Bühne. Zwei Teams kümmerten sich um Ab- bzw. Aufbau der Schränke. Sechs Leute transportierten die ganzen Kisten und Möbel, welche wir nicht zerlegt haben (Kinderbetten, kleinere Möbel, Pflanzen). Um 18:30 war alles im Haus und die Wohnung vollkommen leer.

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