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Alt 28.11.2008, 15:30   #11 (permalink)
 
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Standard Handwerkerliste

Die Zusammenstellung der Handwerkerliste übernahm unser Architekt. In den meisten Bereichen hatten wir selbst keine Erfahrungen, welcher Handwerker bzw. Unternehmen gute Qualität und Leistung abliefern würde. Mit dieser Liste gingen wir dann zu Bekannten und Freunden aus der Region, welche selbst innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre gebaut hatten. Diese konnten zu dem ein oder anderen Handwerker ihre Erfahrungen beisteuern.

Sicherlich ist es hier und da eine individuelle Erfahrung und kann nicht immer generalisiert werden. Aber aufgrund von mehrfachen negativen Nennungen haben wir den einen oder anderen Handwerker von der Liste gestrichen. Ebenso waren wir über die positiven Empfehlungen dankbar, was wiederum die Vergleichsangebote erhöhte.

Darum ist es sicherlich eine gute Sache, mit Bekannten und Freunden das Gespräch zu suchen und sich wertvolle Tipps mit auf den Weg geben zu lassen.

Geändert von ewoki (28.11.2008 um 15:35 Uhr)
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Alt 28.11.2008, 15:33   #12 (permalink)
 
Benutzerbild von Dr. House
 
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Standard

Dann hast du strategisch richtig entschieden und die Finanzkrise noch vor allen sehen kommen Die variablen Zinsen fallen ja gerade in den Keller. Wenn sie dann wieder anziehen, kannst du immer noch zu einer Festhypo wechseln.

Ich hatte weniger Glück. Letztes Jahr für 5 resp. 8 Jahre abgeschlossen...

Geniess es! Dr. House
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Alt 28.11.2008, 15:38   #13 (permalink)
 
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Standard Entscheide Innenausbau, Küche usw.

Als Mieter hat man es schon viel einfacher : die Farbe der Wände sind vorgegeben, das Bad ist meist ganz gekachelt, die Küche ist auch schon eingebaut und über Dinge wie "Welche Steckdose soll wo hin ?" oder "Wo sollen die Accessoires in Bad und Toilette montiert werden ?" muss man sich keine Gedanken mehr machen.

Baut man jedoch selber, dann hat man mehr Entscheidungen zu treffen als ein Schiedsrichter innert einer Saison (fast zumindest). Entweder hat man schon konkrete Vorstellungen oder man ist dann schon einmal auf kompetente Beratung angewiesen. In unserem Fall hatten wir von einem anderen, ähnlich aufgebauten Haus bereits eine Vorlage in Sachen Elektroinstallationen, was die Besprechung hierzu mit dem Elektroingenieur um einiges beschleunigte. Beim Thema Sanitär war uns hauptsächlich der Architekt behilflich, bei Heizung und Lüftung wurden wir durch einen weiteren Spezialingenieur unterstützt.

Bei der Küche haben wir rund ein gutes halbes Dutzend Offerten aus Nah und Fern eingeholt. Dabei haben wir bei jeder Besprechung mit dem nächsten Anbieter die Küche immer wieder ein bisschen "optimiert". Alles in allem blieben die Offerten jedoch vergleichbar. Nach langem überlegen haben wir uns für einen Küchenbauer aus der Region entschieden.

Alles in allem haben wir uns über Innenausbau wie Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallation sowie über Bodenbeläge, Aussehen und Farbe der Wände und Decken während der Bauplanung und anschliessend auch noch während der Bauphase derart viel Gedanken und Überlegungen machen dürfen, wie wir es uns vor Beginn des Projektes nicht hätten träumen lassen. Dieser Punkt ist wahrlich nicht zu unterschätzen und sollte mit genügend Zeit versehen werden – schliesslich möchte man es ja später nicht bereuen.
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Alt 28.11.2008, 15:39   #14 (permalink)
 
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Standard Werkverträge

Für die Werkverträge hatten wir zuerst einen Mustervertrag vom Architekten erhalten. Diesen haben wir wie schon den Architekturvertrag durch einen spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Mit den eingeflossenen Änderungen wurde die modifizierte Version Grundlage für die Werkverträge mit allen Handwerkern. Die Änderungen bezogen sich hauptsächlich auf kleine Details wie bspw. die Nennung der Versicherung des Handwerkers und der Versicherungshöhe oder der Präzisierung der Gerichtstands. Wichtig war auch die einbeziehung der SIA-Norm 118 für die erweiterte Garantie.

Nachdem wir die Vergabe für die jeweilige Arbeit vorgenommen hatten, wurden die Verträge durch unseren Architekten erstellt und zum Handwerker zum Unterschreiben geschickt. Anschliessend bekamen wir die Unterlagen zum Gegenzeichnen. Dies generierte aufgrund des Umfangs der Arbeiten und Offerte hier und da schon etwas Portokosten, aber es hielt sich noch in Grenzen.

Wir waren froh, diesen Formalismus nicht selbst erledigen zu müssen.
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Alt 28.11.2008, 15:40   #15 (permalink)
 
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Standard Bauversicherung

Für die Bauversicherung und Bauherrenhaftpflicht hatten wir mehrere Versicherer angefragt. Jeder Versicherer wollte detaillierte Informationen rund um das Bauprojekt haben: Gebäudekosten, Grösse Flachdächer, Abstand zum nächsten Gebäude, ob Bahnschienen in der Nähe sind, die Tiefe der Baugrube etc. . Am Ende der Offerteneinholung kannten wir die Zahlen und Werte des Projekts bald aus dem FF.

Nachdem wir alle Offerten erhalten hatten, ging es ans Vergleichen, was bei den unterschiedlichen Zusammenstellungen und Leistungsbeschreibungen nicht immer einfach war. Die eine Versicherung hat das eine mit eingeschlossen, die andere nicht, dafür etwas anderes. Das machte die Vergleichsmöglichkeit nicht immer einfach. Schlussendlich machte die Helvetia-Versicherung das Rennen, da wir für die Bauwesenversicherung Mitarbeiter-Rabatt bekamen und das Gesamtpaket eine gute Absicherung bot.
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Alt 28.11.2008, 15:41   #16 (permalink)
 
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Standard Aushub und Fundament

Am 17. März 2008 begann der Bagger, den Humus zur Seite zu schieben. Kurze Zeit später wurde mit dem Aushub gestartet. Zu dieser Zeit hatten wir nur die Bewilligung von der Bauverwaltung, mit den Grabarbeiten beginnen zu dürfen.

Nach einigem Hin und Her bekamen wir die Baubewilligung unter Vorbehalt, da unser Grundstück mit dem Näherbaurecht noch nicht rechtsgültig im Grundbuch eingetragen war. Somit war der Fortgang der Arbeiten auf der Baustelle auf jeden Fall gesichert. Schliesslich stand ja noch unser sportliches Ziel, Ende September ins Haus einziehen zu können.

Äusserst interessant war die Verlegung der Leitungen für das Abwasser. Uns war klar, dass wir diese nach betonieren der Botenplatte nie mehr wieder sehen würden. Zeitweilig mussten sich die Bauarbeiter als Schneeschaufler betätigen, da am Wochenende zuvor der Winter nochmals Einzug hielt.

Als die Bodenplatte betoniert war, konnten wir zwar schon die ersten Ausmasse unseres neuen Hauses sehen. Aber irgendwie war es immer noch schwierig, das Ganze so richtig in seinen Dimensionen zu fassen. Für die Bauherrin war es am Anfang einfach nur ein "Loch", welches sich aber im weiteren Fortgang zu einem interessanteren Objekt verwandelte.
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Geändert von ewoki (03.03.2009 um 15:58 Uhr)
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Alt 28.11.2008, 15:42   #17 (permalink)
 
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Standard Spatenstich

Der Spatenstich erfolgte nach dem Aushub. Ja, ok. Es ist durchaus ungewöhnlich und manche mögen nach dem Sinn fragen. Da aber der Aushub gleichzeitig mit dem Baubeginn auf dem Nachbargrundstück erfolgte, waren wir mit dem Spatenstich eben später dran.

Uns war es aber wichtig, diesen symbolischen Akt zu machen und für uns einen Meilenstein zu setzen: "Jetzt geht’s los !". Zusammen mit Verwandten, Architekten und den bis dahin beteiligten Arbeitern stiessen wir auf diesen freudigen Anlass an.

Die Eltern der Bauherrin legten sich mächtig ins Zeug und zauberten ein köstliches und auch fürs Auge sehr appetitliches Buffet. Wir hatten das Gefühl, die Bauarbeiter nahmen diese angenehme Abwechslung und vor allen auch Anerkennung dankend an. Eventuell lag es aber auch nur am offerierten Bier :-). Auf jeden Fall ging es fortan auf der Baustelle weiter zügig voran.
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Geändert von ewoki (03.03.2009 um 16:03 Uhr)
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Alt 28.11.2008, 15:43   #18 (permalink)
 
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Standard Rohbau - vom Keller bis zum Dachgeschoss

Den meisten Fortschritt konnte man während der Rohbauphase sehen. Zunächst kommt ein riesen Loch in den Boden, dann werden die Abwasserleitungen gelegt, danach kommt die Bodenplatte. Nun kann man sich das erste Mal "im eigenen Haus" bewegen. Uns kamen die Ausmasse des Hauses dabei doch recht klein vor. Als anschliessend jedoch die Kellerwände standen, gab das ganze schon wieder ein ganz anderes Bild ab: "Das ist ja doch recht gross !"

Wenn dann die Kellerdecke gemacht ist, hat der Keller das letzte Mal soviel Tageslicht gehabt. Am schnellsten kam uns der Fortgang im Erd- und Obergeschoss vor. Die Wände waren derart schnell gemauert, da ist es uns fast schwindelig geworden. Es ist auch erstaunlich, wieviel Rohre und Leitungen in der Keller- und Erdgeschossdecke verlegt wurden. Da traut man sich ja nach dem Einzug fast gar nicht mehr, überhaupt noch den Bohrer an der Decke anzusetzen. Wir hatten dies so zuvor noch nie gesehen und es war überaus beeindruckend.

Als später auch noch die Wände im OG fertig gemauert waren, konnten wir uns das erste Mal vorstellen, wie hoch der Dachfirst kommen würde. Die Idee des Einbauschranks bis unter den First haben wir angesichts der Höhe von rund 4,50 m dann schnell fallen gelassen. Nachdem der Dachstuhl aufgerichtet war, fühlten wir uns bereits sehr heimisch in diesen schönen, hellen grossen Räumen. Leider mussten wir uns bis zum Einzug doch noch viereinhalb Monate gedulden. Aber das Warten hat sich gelohnt.
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Geändert von ewoki (03.03.2009 um 16:06 Uhr)
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Alt 28.11.2008, 15:44   #19 (permalink)
 
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Standard Richtfest

Das Richtfest hielten wir ab, nachdem der Unterboden im Haus verlegt wurde und der Grundputz an den Wänden war. Dadurch konnten sich unsere Gäste einen besseren Eindruck verschaffen, wie es in Bälde innerhalb der vier Wände aussehen würde.

Die eingeladenen Gäste aus der Nachbarschaft sowie die bis dahin beteiligten Handwerker kam zahlreich. Manche fanden den Weg auch ohne Anmeldung zu uns. Wir waren froh, dass wir genügend Tische und Bänke im zukünftigen Wohnzimmer aufgestellt hatten, so dass doch alle Gäste Platz fanden.

Auch das Buffet hatte reichlich zu bieten: Filet im Teigmantel, Fleischbällchen, Schweinsbraten, verschiedene leckerste Torten und genug zum Trinken sorgten für eine gute und ausgelassene Stimmung. Einzig der Lautstärkenpegel kam durch die fehlenden "Schallbrecher" und die Anzahl an Gästen zwischenzeitlich in höhere Dezibelbereiche.

Alles in allem war es ein gelungenes Fest mit zahlreichen Führungen der Gäste durch die Bauherrschaft durch das Haus. Gegenüber den beteiligten Handwerkern war es eine gewisse Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit und ein kleines Dankeschön.
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Geändert von ewoki (03.03.2009 um 16:09 Uhr)
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Alt 28.11.2008, 15:47   #20 (permalink)
 
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Standard Endspurt Innenausbau

Der Innenausbau kam nur träge voran, da zum einen die Dreiecksfenster im Obergeschoss erst nach 12 Wochen warten geliefert und montiert wurden – also 3 Wochen vor unserem Einzug -, und die Zeit nach der "Sommerpause" nicht so optimal genutzt wurde, wie es ursprünglich im Bauplan vorgesehen war.

So kam es, wie es wohl in anderen Bauvorhaben auch kommt : die letzten ein bis zwei Wochen war das Haus gefüllt mit Handwerkern, die sich gegenseitig fast ständig auf die Füsse getreten sind. In dieser Zeit erfuhr unser Haus eine regelrechte Verwandlung. Der Innenabrieb gab den Räumen ein wohnlicheres Aussehen, der Maler dem ganzen den farbigen Anstrich, die Sanitärapparate und Elektroinstallationen den Räumen ihren endgültigen Charakter. Der Parkettboden im Obergeschoss finalisierte den Innenausbau.

Zeitweise glich es einer minutiösen Planung, damit die folgenden Arbeiten beginnen konnten, sobald die vorgängigen abgeschlossen waren und keine Zeit verloren ging. Letzten Endes war das Haus einzugsbereit, als wir Ende Oktober gezügelt sind.
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Geändert von ewoki (03.03.2009 um 16:14 Uhr)
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