10-%-Finanzierung

Hallo zusammen

Kann mir mal jemand genau erklären, was eine 10-%-Finanzierung ist und wer eine solche ermöglicht? Keine Angst, ich will nicht kaufen, sondern verkaufen :wink:

Danke, Dr. House

Kannst du dir die monatlichen Belastung, dir fehlt aber nötige Kleingeld für die üblichen 20 bis 25 Prozent Eigenkapital, dann ist die 10-%-Finanzierung richtig. Wird aber meines Wissens nicht auf allen Objekten angeboten, resp. werden nicht von allen Banken akzeptiert.

Gruss, Alamo

Es gibt die eines gemeinnützigen Wohnbauträgers (z. B. Genossenschaft). Dann reichen Eigenmittel in der Höhe von 10 Prozent aus. Dank Förderbeiträgen des Bundes, der Stiftung Solidaritätsfond des Schweizerischen Verbandes für Wohnungswesen SVW und der Hypothekar-Bürgschaftsgenossenschaft für Wohneigentumsförderung HBW in Form zinsgünstiger Darlehen brauchst du weniger Eigenkapital. Der Rest wird mit Fremdkapital von Banken oder Versicherungen gedeckt. Wird aber nicht von allen Banken akzeptiert.

Hausi

Mir selber wäre es mit einer 10prozentigen Finanzierung beim eigenen Häusle nicht wohl. Bei niedrigem Zinsniveau mag das ja noch gehen, aber was, wenn es an der Zinsfront wieder einen kräftigen Anstieg gibt? Wenn du die nötigen finanziellen Reserven hast und das von Anfang an einkalkulierst, ist das noch eine Sache, aber viele Leute blenden das einfach aus und kalkulieren von Anfang an knapp. Klar, auf der anderen Seite braucht es auch die Bank dazu, die das so mit diesen Bedingungen mitmacht…

Na ja, wie gesagt, ich will verkaufen und nicht kaufen. Das mit den steigenden Zinsen stimmt natürlich schon und ich weiss auch nicht, ob es im Sinne des Erfinders ist, wenn zwei kleine Einkommen dann so unter Druck kommen. Auf der anderen Seite gibt es ja genügend Doppelverdiener, die die monatlichen Belastungen schultern können, aber kein Eigenkapital haben. Und nicht warten mögen… :wink:

Dr. House

Hallo zusammen

Eine Anschlussfrage: Lassen sich Verschreibungkosten und allfällige Handänderungsgebühren auch in die Hypothek nehmen? :confused:

Digeridoo

Wir konnten beides problemlos über die Hypothek nehmen. Da sollte eigentlich keine Bank was motzen, denn diese beiden Kostenarten gehören nun mal zu den Gestehungskosten eines Hausbaus bzw. Wohnungskaufs dazu. Handänderungskosten gehen ja immer zu Lasten des Käufers. Bei den Verschreibungskosten kommt es auf die Abmachung zwischen Käufer/Verkäufer an. Bei uns hat der Verkäufer aus Goodwil die Hälfte der Verschreibungskosten übernommen.

Grüsse
Blue

Da wäre ich froh, wenn das so klappen würde. Da kommt halt schon einiges auf einem zu… Danke für die Info! :toll:

Gruss, Digeridoo

Ich habe da nicht ganz die gleichen Erfahrungen gemacht wie Blue. Bei den Verschreibungskosten liess sich noch was machen, aber bei der Handänderungssteuer hat die Bank abgewunken. Zugegebenermassen war die ganze Geschichte damals etwas knapp kalkuliert und die Ferien wurden im Folgejahr gestrichen…

brickinthewall

Was ich weiß, ist eine solche 10% Finanzierung relativ schwer zu bekommen, da muss man ja auch einige Kriterien erfüllen. Außerdem kommt es natürlich auf das Objekt an. Ansonsten muss man als Käufer eben auf andere Fördermittel zur Finanzierung zurückgreifen, da gibt es ja für fast jeden etwas, man muss sich nur entsprechend informieren. Gibt ja auch viele regionale Förderungen, die sind aber von Gegend zu Gegend oft recht unterschiedlich.

Hier die Einführung von HBW:

Zur Zeit akzeptiert praktisch keine Bank eine hbw Bürgschaft, sei es aus organisatorischen Gründen oder geschäftspolitischen Überlegungen. Andere Institute sind - wenn auch nicht offiziell - in Ausnahmefällen bereit, Liegenschaften mit mehr als 80 % zu belehnen. Offiziell gewähren die meisten Institute aber nur Hypotheken bis maximal 80 % des Liegenschaftenwertes.

So wie es weiter heisst, hat HBW nun das Hypothekenzentrum mit der Entwicklung einer neuer Hypothekt beauftragt. Die Infos dazu unter master

Gruss, brickinthewall

Sorry, ich verstehe es einfach nicht: wie kann jemand, der bei heutig historisch tiefen Zinsen auf eine über 80 Prozent-Finanzierung angewiesen ist, die Hypothek bei steigenden Zinsen ebenfalls noch finanzieren? Was ist der Anreiz einer 10%-Finanzierung? Kann mir das mal jemand erklären? :studier:

Der Anreiz kann nur der sein, dass man zwar auch höhere monatliche Belastungen in Kauf nehmen kann, aber die nötigen Barmittel für eine normale Hypothek nicht hat.

Gruss, brickinthewall

Mit 10-%-Finanzierung haben die potenziellen Käufer nun gar nichts am Hut. Aber trotzdem interessant und doch einigermassen erstaunlich in Zeiten des grossen Jammerns :wink:

Luxus hat noch immer Konjunktur (Panorama, NZZ Online)

Hausi

Hallo zusammen, bei uns hat nun alles geklappt, der Notar hat den Auftrag, einen Vorvertrag vorzubereiten. Da wir schon vor 3/4 Jahr eine Liegenschaft in Aussicht hatten, waren die Finanzen schon gesichert. Alles sah so schön aus, zu schön. Hier wurde auch schon das Thema Kaufkosten (Verschreibungskosten uws.) aufgeworfen. Damals bei der Bankbesprechung vor 3/4 Jahr, wurde uns versichert, dass die Bank diese Kosten in die Hypothek einrechnet, nun winkt diese plötzlich ab, dies könne man nicht.
Wir sind beider aber der Meinung und wir sind uns auch sicher, dass uns dies zugesagt wurde, leider nur mündlich! Ist es wirklich so unmöglich, diese Kaufkosten in die Hypothek zu nehmen? Wir stehen nun natürlich blöd da, haben wir damit nicht gerechnet und haben dieses Geld für andere zusätzliche Kosten eingerechnet.
Kann man da nichts machen, hat sich da die Praxis geändert? Heute behauptet die Bank, dass es dies nie gegeben hätte und dass die maximale Hypothek für eine Liegenschaft, immer so berechnet werde: Kaufkosten minus PK-Vorbezug = maximale Hypothek. Das heisst, auch wenn das Eigenkapital grösser als 40% wäre, gäbe es nicht mehr. Das ist doch Schmarren, oder nicht? Investitionen mit Belägen würden beglichen, aber eben nur Wertvermehrendes und nicht Werterhaltendes. Und so könne man die Verschreibungskosten eben nicht einrechnen, weil man dies vor der BK nicht belegen könne. Komisch ist nur, dass diese gute Frau, uns vor 3/4 Jahr zugesichert hat, dass man die Verschreibungskosten, dann einfach in die Kaufkosten einrechnen und mit der Hypothek bezahlen könne! :mad: