Hauskauf im Ausland

Hallo zusammen

Ich habe vor einigen Wochen einen Bericht gesehen, wie sich massenhaft Deutsche und Schweizer im sonnigen Florida günstige Immobilien unter den Nagel reissen. Die Besitzer der Immobilien wurden Opfer der Immobilienkrise, mussten raus und nun werden die Immobilien geradezu verramscht. Da hats tolle Immobilien ebenso dabei wie so die typische US-Vorstadt-Häuschen in eher schlechtem Zustand.

Weiss jemand, ob sich im europäischen Ausland - zum Beispiel in Spanien - sich die Sache ähnlich verhält und ob das nun eine Gelegenheit wäre, relativ günstig zu einer Ferienwohung oder einem Alterssitz an der Sonne zu kommen? :sonne:

Gruss, brickinthewall

Soviel ich gehört habe, sind auch in Spanien die Immo-Preise erheblich am Fallen.
Das wird auch auf La France und andere Länder überschwappen. Die Krise ist erst im Anfangsstadium.

Peperontschoni:cool:

Ich frag mich immer, warum die Leute nach der Pensionierung ins Ausland auswandern wollen. Das ganze Leben in der Schweiz verbracht, Freunde und Familie da und dann werden plötzlich alle Zelte abgebrochen. Mag ja noch gehen, wenn man gesund und mobil ist. Aber was passiert im gebrechlichen Alter? Will man dann ins Altersheim im Ausland oder geht das gleiche Spiel wieder von vorne los und man zieht in die Schweiz zurück?

Das soll machen, wer will, aber ich bleibe der Schweiz erhalten - auch nach der Pensionierung :smiley:

Viele gehen, viele kommen aber auch wieder zurück, über die Hälfte. Darüber geredet wird nur, wenn man geht. Von den Rückwanderern redet niemand, schon gar nicht die Rückwanderer selbst. Oft schämen sie sich, weil sie vor dem Auswandern zünftig herum plagiert haben.:cool:

Dazu kommen viele, die gerne wieder zurück kämen, aber sie haben ihr Geld vielfach in Spanien, Italien, Frankreich usw. in eine meist massv überteuert gekaufte Immobilie gesteckt. :cool:

Den Rekord im Aus- und Rückwandern hält ein entfernt Bekannter von mir. Der zog zweimal nach Spanien, kam zweimal zurück, und ging wieder. Bei jedem Mal machte er durch den Verkauf der Auslandliegenschaften erhebliche Einbussen. Er zügelte ein drittes Mal nach Spanien, aus finanziellen Gründen, weil seine Finanzen für den Lebensunterhalt in der Schweiz nur noch knapp reichten.:cool:

Wobei es meines Erachtens kein richtiges Auswandern ist, wenn man sich als Pensionierter irgendwo ins Ausland verzieht. Um nicht zu vereinsamen sucht man Gleichgesinnte in Form von andern ausgewanderten Pensionierten und gründet einen Jassklub …
Vielleicht hat man Glück und bekommt in der Immobilie nebenan den ehemaligen Nachbarn; und zwar jener, mit dem man immer Streit hatte, wegen seiner Gartenzwerganhäufungen und seinen Enkelkindern, die immer Steine und Schnecken über den Hag warfen, und zudem im Garten nebenan stets eine üppige Sauordnung veranstalteten. So wäre man mindestens emotional schon wieder ordentlich engagiert.:hmm:
Auf jeden Fall muss man damit rechnen, dass man Landsleute zu Nachbarn hat, oder Holländer, oder pensionierte Engländer. Die können dann aber nicht jassen …

Auch ich bin ausgewandert, allerdings nicht als Pensionierter, sondern mit 50 nach einem gesundheitlichen, durch totale Ueberarbeitung ausgelösten Zusammenbruch. Es war ein Versuch, das Leben neu zu ordnen. Nach sechs Jahren und einer zu grossen Menge negativer Erfahrungen kam der Zügelwagen Richtung Schweiz.

Diese Auswanderungsgeschichte liegt in Buchform vor. Bei Interesse, zum halben Preis inkl. Versand und allfällige Widmung für 13.-, > kurze PN. Achtung: Nichts für Frankreichfans!

Peperontschoni:D

Hört sich ja schrecklich an. Es gibt sicherlich positive wie negative Erlebnisse. Ich habe jedenfalls zwei Freunde, der eine lebt seit 20 Jahren in Kalifornien, einer seit sechs Jahren in Thailand. Die hängen nicht in CH-Klubs rum, sind absolut dort zu Hause und freuen sich natürlich trotzdem, wenn man mit ihnen in den Ferien einen Schieber macht oder die Hefe für den Zopf mitbringt.

Man muss es sich gut überlegen, völlig klar. :studier: Alles in allem gratuliere ich aber jedem, der den Mut hat und es wagt. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass man dort leben WILL und sich bewusst sein, dass es den Menschen kaum an einem Ort so gut geht wie hier. Wenn man auf das verzichten kann und sich auf die örtlichen Begebenheiten einstellt, kanns gelingen! :toll:

Alamo

Ich muss Alamo völlig recht geben. Ich habe mich auch lange Zeit im Ausland aufgehalten und nur mein beruflicher Weg hat mich zurück in die Schweiz geführt. Ganz klar - das ist Heimat, und uns gehts gut hier. Aber nichts desto trotz hat fast jedes Land schöne Dinge, Gegebenheiten, Kulturen etc., über die wir hier nicht verfügen. Und wenn man die zu würdigen weiss, steht einem schönen Leben im Ausland nichts im Wege.

Dr. House

Hallo

Um mal auf die Ursprungsfrage zurückzukommen - natürlich lohnt es sich im Moment, im Ausland nach Immobilien Ausschau zu halten. Aber ich denke, es bringt nichts, wenn man es als reine Wertanlage betrachtet. Der Aufwand für eine Immobilie im Ausland wird oft unterschätzt. Wo immer es ist, lass dich beraten, am besten von einer seriösen Immobilienagentur vor Ort, am besten eine schweizerische oder deutsche, womit schon mal die Sprachprobleme wegfallen :wink:

Ausserdem solltest du genaue Kenntnisse über das Land haben, wo du kaufen willst - und Währungsfragen, politische Stabilität, Sicherheit etc. in Betracht ziehen.

Gruzz, brickinthewall