Hausverkauf

Guten Tag

Ich habe ein relativ grosses Problem und wäre froh um ein paar Stellungnahmen. Vor gut einem Jahr haben sich meine Partnerin und ich den Traum vom Eigenheim erfüllt. Ich denke, es war nicht überstürzt, wir wollten ein Haus, haben eine Kriterienliste aufgestellt und schliesslich bei einem Objekt zugesagt, dass in etwa zu 90 % unserern Vorstellungen entsprochen hat. Lief auch alles gut an, wir habens uns gemütlich gemacht, schön eingerichtet etc.

Aber wie es wohl so oft ist… Nein, nein - die Partnerin ist nicht abgehauen :wink: Irgendwie stimmts jetzt halt doch nicht mit dem Haus. Die 10 % werden immer grösser. Es gibt einige Gründe, die ich hier gar nicht zu erläutern brauche, uns ist jedenfalls klar, dass wir hier über kurz oder lang wieder weg wollen.

Nur eben… wie kommt man aus der Kiste raus? Wenn wir uns etwas anderes zulegen möchten, müsste das jetztige Haus zuerst weg. Die Bank spielt bei einer neuen Finanzierung sicher mit, da wir für das jetztige Haus einen Eigenkapitalanteil von 33 % geleistet haben, da ist also Luft nach oben. Aber wie kriegen wir das Haus weg? Ist es eine Option, den Makler, über den wir das jetztige Haus gekauft haben, wieder aufzusuchen (er hätte auch schöne andere Objekte), ihm ein teureres Haus abzukaufen, dafür muss er das jetztige Haus für uns wieder absetzen?

Wir sind etwas konsterniert, aber uns selber… und können einige Tipps gut gebrauchen. :confused:

Danke, Glenn

Hallo Glenn

Mit Maklern kenne ich mich nicht aus. Aber Freunde von mir waren in einer ähnlichen Situation: das Haus, das sie mal gekauft hatten, hat mit den damaligen Bedürfnissen übereingestimmt. Mit dem Leben ändern sich auch die Bedürfnisse und so haben sie beschlossen, sich ein anderes Heim anzuschaffen.

Sie haben den Weg übers Internet gewählt und das Haus bei zwei Portalen ausgeschreiben. Innerhalb von sechs Wochen war das Haus verkauft.

Wenn du gut dokumentiert bist und den direkten Kontakt mit Interessenten nicht scheust, dann würde ich es mal auf dem Weg versuchen. Dann kannst du schon mal den Puls auf dem Markt fühlen. Wenn nix passiert, hat es auch nicht viel gekostet. Sonst bleibt ja immer noch der Weg über das traditionelle Zeitungsinserat oder den Makler.

Gruss
Tinu

Hallöchen Glenn

Kann mir vorstellen, dass das eine ganz mühsame Situation ist. Nimms mir nicht übel, aber überleg dir das gut. Wenn ihr erst ein Jahr im Haus seid, kann sich doch auch noch viel wieder ändern.

Aber wenn du dir sicher bist, würde ich zuerst das Gespräch mit der Bank suchen. Vielleicht findet ihr auf Anhieb eine gemeinsame Lösung, und sonst können die zumindest den finanziellen Rahmen stecken.

Möglichkeiten, das Haus wieder loszuwerden, gibts viele. Wie schon genannt - Internet, Anzeiger oder eben Makler, aber die zupfen sich natürlich einen Batzen. Wenn dus mit dem gleichen Makler machen kannst, bei dem du das jetztige Haus gekauft hast, gehts sicher einfacher. Aber wie gesagt, klär zuerst die finanzielle Seite.

Gruss, Dr. House

Die Bank spielt bei dem Eigenkapital sicher mit. Aber auch nur, wenn du einen Käufer für das Haus hast. Vorfinanzieren werden sie Dir die neue Bleibe nicht. Nach so kurzer Zeit musst du vielleicht auch einen Abschreiber in Kauf nehmen.

Internet ist sicherlich keine schlechte Idee. Schreibs mal aus und teste den Marktwert.

Gruss, Alamo

Besten Dank für die ersten Anmerkungen. Das mit dem Abschreiber müsste man wohl in Kauf nehmen. Fragt sich einfach, wie hoch der ausfallen wird. Die Umgebungsarbeiten sind noch nicht fertig, vielleicht würde ich den Preis kriegen, den ich bezahlt habe, wenn mal die Infratstruktur fertig ist.

Na ja, mal sehen. Für weitere Ratschläge bin ich immer dankbar :wink:

Gruss, Glenn

Hallo Glenn

Ich kenne das, bin in einer ähnlichen Situation. Ich würde mal anraten, hier nicht aus dem ersten Impuls hinaus zu handeln. Natürlich kauft man sich heute ein Haus nicht mehr unbedingt bis zum Lebensende, aber etwas weniger flexibel als eine Mietwohnung ist man dann halt doch.

Aussitzen ist sicherlich keine Lösung, aber da man so ein Haus ja meistens nicht von heute auf morgen verkaufen kann, ändert sich ja vielleicht bis dahin auch etwas an der Gefühlslage :confused:

Es gilt immer zu entscheiden. Wenn man sich von den Nachbarn stören lässt, die Kinder zu laut sind, die Katzen in den Garten sch…, der Komfort zu klein ist etc. - dann kann man versuchen, daran etwas zu ändern. Wenn aber einfach das Grundgefühl nicht stimmt, wirds schwieriger. Wünsch dir Glück, Glenn! :v:

Gruss, cucaracha

Du hast natürlich schon recht. Mir ist auch klar, dass das nicht von heute auf Morgen weggeht. Ich rechne mir eher aus, dass zuerst mal die Siedlung fertiggestellt werden muss, und dann vielleicht sogar ein guter Preis zu erzielen wäre.

Hat jemand Erfahrungswerte, ob bereits fertiggestellte Häuser besser weggehen, als diejenigen, bei denen der Innenausbau noch getätigt werden muss (oder ists ein dürfen :wink: :studier:

Gruss, Glenn

Bei uns im Quartier standen ganze 10 Reiheneinfamilienhäuser zum Verkauf. Optionen waren fertig ausgebaut oder Innenausbau selber bestimmen. Von den zehn Häusern waren am Schluss acht fertig ausgebaut verkauft worden, zwei wurden nach individuellen Wünschen ausgestattet.

Dazu muss man sagen, dass der Ausbaustandard relativ hoch war, also fast keine Wünsche übrig blieben und so die fertig ausgebauten Häuser bevorzugt wurden. Die Innengestaltung selber bestimmen ist immer auch ein Aufwand, weil man sich mit vielem auseinandersetzen muss.

Dank dir für die Rückmeldung, Santuzza. Macht mir etwas Mut :wink: Ein noch leer stehendes Haus wird jetzt ebenfalls bereits ausgebaut, weil sie sich mehr Chancen ausrechnen, es schneller verkaufen zu können. Warten wir mal ab, in ein paar Monaten sind die Arbeiten abgeschlossen, und dann können wir beobachten, ob die Häuser verkauft werden können.

Ich werde meinerseits im Internet und unter Chiffre-Inserat mal ein paar Versuchsballons steigen lassen :hmm:

Halte euch auf dem Laufenden! Glenn

Hi Glenn

Wohnst du noch oder hast du schon ?

Keep us up to date!

Dr. House

Ciao Dottore

Nein, bis jetzt sind wir noch keinen Schritt weiter. Es eilt ja auch nicht so. Wird wohl ein relativ grosses Projekt fürs 2009. Werde mich Anfang Jahr mal mit der Bank zusammensetzen und die nächsten Schritte besprechen, resp. den Rahmen abstecken. Und dann viel Initiative darauf verwenden, jemandem das Haus schmackhaft zu machen. Müsste eigentlich machbar sein. Das Haus ist ja i.O. - nur entspricht es nicht ganz unserern Vorstellungen. Was für uns zutrifft, muss ja aber nicht zwangshaft für jemanden anderen auch so sein :wink: .

Gruss, Glenn