Hundehaltung - wie?

#1

Hallo,
würde mich mal interessieren, wenn jemand Hunde hält - wie denn?

Zwinger? Im Haus? Im Hof freilaufend?
Welche Rasse und wie wird der ausgelastet?
Tierarzt zum Impfen? Futter? Barfen? Trockenfutter?
Familienmitglied oder “Arbeitstier”? Oder beides?

:confused:

#2

ich habe zwei hunde die mit uns zusammenleben, einen flatcoated retriever und einen field spaniel, beide jagdhunde.
die hunde sind mit mir zusammen in der hundeschule und lernen erstmal grundgehorsam, den skn-ausweis, dann dummyarbeit, fährtenarbeit usw. je nach freude des hundes und natürlich auch des besitzers. daneben gibt es spaziergänge, gemeinsames schwimmen, gemeinsames schmusen…es gibt sehr viele dinge die man mit einem hund zusammen unternehmen kann.

meine beiden hunde werden frisch gefüttert, also mit gemüse und frischem fleisch und im haus gehalten und im garten - zwingerhaltung finde ich persönlich für die rassen die mit mir leben nicht geeignet.

das war jetzt ein wenig die verkürzte form würde ich das in aller ausführlichkeit beantworten, könntest du jetzt ein halbes buch von mir lesen.
sollte noch etwas unklar sein, nur fragen.

#3

Danke für die Antwort - ja, ein halbes Buch wäre toll. :wink:

Wir selbst haben (noch) keinen Hund - aber ich mach mir da schon Gedanken. Hatte auch schon mal einen “Urlaubshund” für 2 Wochen da, aber ich nehme mal an, immer einen Hund zu haben ist was ganz anderes.

Was mir zu denken gibt:
Frisch füttern find ich klasse - kann es mir für mich aber gar nicht vorstellen - was hälst du von Trockenfutter wie z.B. Platinum?

Zwingerhaltung finde ich unpassend - die armen Tiere - aber was mach ich denn, wenn ich doch mal weg muss?

Erziehung / Arbeiten: Wo finde ich denn eine gute Hundeschule? Die Hunde in meiner Umgebung haben meistens keine besucht. Zumindest nicht die, bei denen ich die Herrchen und Frauchen schon gefragt hab… :studier:

An was mach ich eine gute Hundeschule fest? Brauch ich überhaupt eine? Oder gehts auch mit Welpentreff?

Fragen über Fragen… :confused:

#4

vielleicht solltest du dir erstmal ein buch ansehen in dem sämtliche rassen beschrieben sind und auch bilder drinnen sind damit du überhaupt ungefähr weisst, welche rasse hund oder mischling du überhaupt möchtest. gross oder klein, listenhund oder nicht, mischling oder rassentier vom züchter. rüde oder hündin?

was kannst du deinem hund bieten? wieviele stunden würde er tagsüber allein bleiben müssen (ein welpe kann nicht gleich von anfang an alleinbleiben…auch manch ältere hunde können das nicht…
kannst du deinen hund allenfalls zur arbeit mitnehmen? wie sieht es auch, wenn du allenfalls krank wirst, einen unfall hast, wer betreut dann den hund auch kurzfristig?

ein hund kostet geld…nicht nur der anschaffungspreis, auch die haltungskosten, das futter, das was ein hund alles braucht um mit dir leben zu können, auch die ausbildung kostet. wenn er krank wird kostet das auch, manches ist wirklich sehr teuer, die impfungen usw. halsband leine hundebett, näpfe usw.

und - ein hund ist nicht nur eine nebenbeschäftigung für ein paar wochen oder monate, er braucht beaufsichtigung, liebe, spaziergänge, bewegung, viel von deiner zeit. je nach hund bis 15 jahre…du kannst nicht tagsüber arbeiten, nach hause und eine viertelstunde für den hund aufwenden, der möchte dann was mit dir unternehmen, nachdem er schon den halben tag auf dich gewartet hat…und nicht nur in einer verrrauchten kneipe mit dir sitzen…

was ich dir damit sagen will ist, bist du dir wirklich sicher, dir einen hund anschaffen zu wollen? ein hund wird dich durchs leben begleiten und er möchte dein freund sein, mit dir viel machen, er fordert von dir geduld bis er etwas begriffen hat - aber - er gibt dir auch sehr viel zurück.
ich persönlich finde es toll mit hunden zu leben und mit ihnen zu arbeiten auch bei regen draussen mit ihnen zu laufen. für mich gibt es nichts schöneres als mit meinen hunden unterwegs zu sein, zu sehen wie gut sie gehorchen, wir wir zusammen auch die sau raus lassen können, wie hunde fröhlich und ausgelassen spielen können - ich liebe meine hunde, ich hatte schon vor diesen hunden einen hund, für mich sind zwei hunde ideal, das ist nicht bei jedem so.

und zu deiner frage: ich finde nur welpentraining zuwenig, ein hund braucht mehr erziehung, es gibt nichts angenehmeres als ein hund der weiss was er darf mit liebevoller konsequenz beigebracht bekommen und immer wieder zusammen geübt, ein leben lang. du wirst staunen was ein hund alles kann grade in der nasenarbeit.

die frage wo du eine gute hundeschule findest, kann ich dir so nicht beantworten, da ich keine ahnung habe, wo du suchst, ich kenne z.b. auch einige deutsche hundeschulen die ich persönlich sehr empfehlenswert finde. und zum hundefutter: klar es gibt auch gutes trockenfutter das kannst du auch füttern. du musst dazu auch nicht das teuerste nehmen, das ist nicht immer das beste. du darfst nur auf keinen fall fleisch und trofu mischen, das hat andere verdauungszeiten für den hund, also entweder oder. muss auch nicht platinum sein gibt andere die auch gut sind. schau doch erstmal was für einen hund du dir anschaffen willst, und dann sieh mal mit was er bisher gefüttert worden ist und mach dort erstmal weiter und stell das erst nach der eingewöhnungszeit für den hund um das bekommt ihm besser.

und spiel viel mit deinem hund, das baut eine gute bindung zu ihm auf und fördere so schnell wie möglich den rückruf, das ist das wichtigste das ein hund können muss: nämlich zurückommen wenn du ihn rufst und immer sofort nicht erst dann wann er das möchte, sondern dann wenn du das möchtest. sei aber immer freundlich zu ihm und lobe ihn immer wenn er etwas gut macht, das ist ganz wichtig.
und lass mich wissen was für einen hund das du nehmen willst, das interessiert mich.

ach ja das hätte ich noch fast vergessen, schaff dir einen zimmerkennel an, dort kannst du deinen hund unterbringen wenn du z.b. einkaufen gehst damit er nicht randaliert. aber bitte sperre ihn nicht einfach dort ein, gewöhne ihn langsam an den kennel, er soll dort drinnen lernen zu warten und einen ruhigen rückzugsort zu haben.

vermutlich hast du jetzt noch mehr fragen…das ist normal.

#5

Lebt im Haus.
Tschechoslowakischer Wolfshund/Weisser Schweizer Schäfer Mischling.
Auslastung, Spaziergänge, Unterordnung.
Impfe nur Tollwut und Tetanus. Kriegt Nassfutter von RealNature.
Familienhund.

Was willst denn Du für einen Hund?

#6

Ein Hund ist nicht billig. Der ist sogar teuer wie ein normales Familienmitglied eben auch. Ok, er braucht vielleicht keinen teuren Computer etc, aber er will essen (und zwar keinen Mist!) und am besten auch krankenversichert sein.
Beim Futter würde ich auf natürliche Inhaltsstoffe achten, die ein Hund am ehesten auch in der freien “Wildbahn” fressen würde. Viele Kohlenhydrate wie Getreide sollten zum Beispiel eher nicht auf dem Speiseplan stehen (beim Bosch Active ist das zum Beispiel der Fall, zudem wenig Proteine und Fette). Die beste Ernährung ist eine möglichst fleischhaltige (aber da gibt`s ja eh tausend Meinungen!).

#7

Richtig: ein Hund ist zwar nicht billig, aber es geht hier immerhin um ein Lebewesen! Man muss sich darüber bewusst sein, dass der Hund tagtäglich Pflege braucht (Futter, Spaziergänge, Fellpflege, etc. pp.) Trotzdem kann ein kleiner Vierbeiner ziemlich viel Freude bereiten: meine Eltern haben sich vor drei Jahren einen kleinen Hund zugelegt (Mischung aus Chiwawa & Havaneser) und sind bis heute glücklich über ihre Entscheidung :slight_smile:
Allerdings haben sie sich auch erst nach reiflicher Überlegung den Hund zugelegt: denn wenn man erstmal ein Haustier hat, sollte man davon 100% überzeugt sein und auch wirklich dafür Sorge tragen. Insbesondere was die Erziehung angeht, sollte man konsequent sein (wie Mütter nun mal sind, gibt meine Mama auch mal schneller nach und wird schwach bei großen Hundeaugen ^^) Aber: wird der Hund von Beginn an richtig erzogen, können Probleme sofort beseitigt werden. Insofern solltet ihr neben der Rasse auch auf die Erziehung schauen und euch genügend informieren. Meine Eltern haben sich bspw. auf Hund erziehen + Bester Hundeerziehung Ratgeber im Internet wertvolle Tipps holen können und sehen sich in keinerlei Weise im Alltag eingeschränkt. Ich kenne einige unzufriedene Hundehalter, wobei das schlechte Verhalten der Hunde eigentlich auf das Verhalten des Herrchens/Frauchens zurückzuführen ist :confused:
Trotz allem: es lohnt sich einen kleinen Vierbeiner in der Familie zu haben, ich freue mich auch nach drei Jahren immer noch die kleine Schnüss zu sehen :slight_smile: Investiert lieber zu Beginn Zeit in eine gute Erziehung als euch später mit den Folgen rumschlagen zu müssen! :slight_smile:

#8

Wir haben gar keinen, aber überlegen auch. Super Tipps finde ich, habe mich schon mal drauf “einstellen” können :O)

#9

Was haltet ihr denn von Jack Russel Terriern? Gut geeignet für Familien? Eine Freundin hat mich gefragt, weil sich die Kids einen Hund wünschen. Ich konnte nicht wirklich drauf antworten, da wir niemanden im Bekanntenkreis mit einem Jack Russel haben.
Hier steht, er sei ein ganz guter Familienhund und braucht Action. Das wäre garantiert? Was denkt ihr?

#10

Hallo, unser Hund ist ein Familienmitglied, lebt im Haus und ist ein kleiner Mischling aus dem Tierheim. Zu Fressen gibt es Trockenfutter von Bosch.
Ein Leben ohne Hund könnte ich mir nicht mehr vorstellen, aber es ist auch ein große Verantwortung.
Ist halt wirklich wie ein Kind. Am schwierigsten ist für uns immer die Urlaubssituation…Hundepensionen sind in unserer Gegend sehr teuer…
Das sind alles Gedanken, die man sich vor der Anschaffung machen sollte…

#11

Ich habe mir vor 11 Monaten meinen zweiten Hund zugelegt. Der erste ist vor zwei Jahren im Alter von 14 Jahren gestorben. Ich war also ca. 1 Jahr ohne Hund. In dieser Zeit habe ich so unglaublich viele Bücher gewälzt, so dass der Entschluss ziemlich schnell wieder feststand, dass ich mir wieder einen Hund zulegen werde. Die Entscheidung viel dabei auf einen Amerikanischen Collie. Ich habe mich ganz bewusst für diesen Hund entschieden, da er am besten zu meinen Ansprüchen passt. Er kann heute im Alter von 11 Monaten bereits ohne Leine mit laufen, hört aufs Wort und ist einfach klasse. Zuhause schläft er in einer großen Hundebox - diese Box nehmen wir auch mit auf Urlaubsreisen, so dass er im Prinzip überall zu Hause sein kann =).

Ich kann nur dazu raten, sich vor der Anschaffung eines Hundes genau zu überlegen, zu welchem Zweck man einen Hund halten möchte. Danach sollte sich auch die Entscheidung auf eine bestimmte Hunderasse richten.

#12

Wir haben 1 Bordaux Dogge und einen Mastiff. Beide leben im Haus. In den Garten geht es nur unter Aufsicht, also wenn auch wir im Garten sind.

Man sollte die Hunderasse immer sorgfältig aussuchen. Ein Jackrussel ist ein Jagdhund und benötigt eine große Auslastung. Auslastung hat mit der Größe und dem familiären Betrieb absolut nichts zu tun. Zumal Hunde zuhause ruhen sollten. Auslastung bedeutet, wie er beschäftigt wird. Das kann Hundesport, Fährtensuche, Fahrradfahren etc sein.

#13

Hallo,

da meine (etwas ältere) Tante sich nun einen Jack Russel Terrier Mischling aus dem Tierheim nachhause geholt hat und ich mich ein bisschen mit ihm beschäftigt habe, kann ich dir sagen, dass diese Hunderasse viel Beschäftigung braucht und sich viel Unsinn einfallen lässt wenn ihnen mal langweilig wird. Man muss ihn auch sehr sorgfältig erziehen, denn sonst entstehen bald schlechte Manieren (Hochspringen, kläffen…) die mit der Zeit richtig unangenehm werden können.

#14

Hallo, ich habe einen Mischling, der schon 4 Jahre alt ist. Der Hund braucht viel Beschäftigung. Ich glaube, wohl jeder Hund, vor allem au einem Tierheim, viel Zeit mit seinem Besitzer braucht.

#15

Also bei uns kommt er immer mit. Muss man seinen Urlaub halt so planen. Und wenn das wirklich mal nicht gehen sollte, kommt er zu Verwandten, die sich dann zwei, drei Wochen um ihn kümmern.

#16

Ich bin die stolze Besitzerin einer sehr lebhaften Cocker Spaniel Dame namens Anja. Sie ist jetzt 5 Jahre alt. Zurzeit bin ich ganz schön durcheinander weil mir der Tierarzt gesagt hat, dass mein Hund einen Tumor an den Nieren hat, der unbedingt operiert werden muss. Mein letzter Hund starb an Krebs und ich weiß wie schwer es ist. Zum Glück ist mein Hund krankenversichert und ich will morgen gleich bei der Versicherung anrufen um das mit den OP-Kosten zu klären. Der Tierarzt hat noch nicht gesagt ob der Tumor gut oder bösartig ist. Egal wie, er muss raus

#17

Ich denke das WIE ist schwer für jeden Hund und Besitzer festzuhalten.

Wenn der Hund dann mal im Haus ist, ändern sich eh sehr VIELE Vorsätze.
Meiner sollte nie auf s Sofa dürfen, nun schauen wir gemütlich jeden Abend um 20:00 TV. :smiley:
Er hat als Welpe ganz schlecht nur schlafen können und musste etwas gezwungen werden um runter zu kommen, andernfalls wäre er total überdreht und hyperaktiv geworden.
So habe ich ihn Vormittags und nachmittags auf den Arm genommen und ein PowerNap gehalten.
Daher braucht er viel Menschen nähe und sucht dies auch aktiv am Tag.
Und da sich die Frage stellt, nein er darf nicht ins Bett. Und wollte es auch nicht.
Was die Beschäftigung angeht, so wird es sich auch mit der Zeit herausstellen, was der eigene Hund braucht. Mein Jagdhund liebt alles was man ihm Kauft. Ich könnte regelmäßig bei online Shops wie Meiko & Co ausrasten und alles bestellen, seine Vorgängerin mochte nur Stöckchen aus der Natur.:rolleyes:

Allerdings ist ein Hund ein Lebewesen das bis zu 20 Jahre alt wird. Man sollte sich den Kauf genau überlegen und nicht aus der Laune heraus kaufen.

#18

Ich bin der Meinung, dass man die Haltung nicht einfach so pauschal abstempeln kann. Es hängt ja auch davon ab, warum der Hund gehalten wird. Soll er ein Wachhund sein oder ist er ein richtiges Familienmitglied. Also unser Hund ist in die Familie integriert. Er wird im Haus gehalten und geht halt mit uns in den Garten. Futter bekommt er das übliche Trocken- und Nassfutter aus dem Tierhandel. Impfungen werden nach Ansage des Arztes jährlich gemacht, ebenso das Entwurmen. Sonst geht er halt zum Tierarzt-Check wenn ihm etwas fehlt. Wir haben einen Schäferhund.

#19

Mich würde mal interesseren, warum Du das fragst.
Natürlich ist ein Hund ein Familienmitglied. Auch wenn er mal im Hof rumläuft :wink: Meiner Meinung nach sollten Hunde möglichst wenig Hundefutter bekommen, denn wenn es für den menschlichen Verzehr nicht geeignet ist, taugt’s auch für die Vierbeiner nicht. Trockenfutter gibt es gar nicht und ich füttere möglichst viel Frisches.
Auslasten ist echt ein wichtiges Thema. Die meisten Hunde langweilen sich unendlich. Zur körperlichen Auslastung gehen wir natürlich täglich spazieren und spielen viel Ball. Hunde leiben Bälle. Meiner so sehr, dass ich ihm tatsächlich eine Ballwurfmaschine für Hunde kaufen möchte: www.ballwurfmaschine-hund.net/ Da wird er ausflippen :slight_smile:
Geistige Auslastung ist aber auch wichtig. Intelligenzspielzeug oder einfach nur was lernen.
Hunde sind auch nur Menschen…

#20

Man kann auf verschiedener Art und Weise einen Hund halten. Was man dafür braucht, hängt auch etwas vom Hund selbst ab. Als mein Hund gestorben ist und ich dadurch viele Jahre lernen konnte, habe ich bei meinem zweiten so einiges anders gemacht. Durch eien Umzug, hatte er schon mal viel mehr Freiraum und das ist sehr wichtig. Eine Hundehüte hatte ich jetzt nicht, aber er hat ein Hundebett von https://www.orthopaedisches-hundebett-xxl.de/ mir war wichtig, dass man auch auf solche Dinge achtet, da mein alter Hunde große Gelenkprobleme hatte. Okay, er war schon alt und ihm war es gestattet, aber vielleicht hätte er diese Probleme nicht gehabt, wenn sein Schlafplatz anders eingerichte gewesen wäre.µ