Nutzung Privatstrasse durch Fremde

Hallo zusammen

Wir haben bei unserem Grundstück ein Problem mit der Nutzung unserer Privatstrasse durch Fremde.

Kurze Schilderung der Situation: die Zufahrt zu unserer Liegenschaft erfolgt über eine 30 Meter lange Privatstrasse. Privat heisst, diese wurde auf unserem Grund und Boden auf unsere Kosten erstellt und wird durch uns unterhalten (Schneeräumung etc.). Direkt angrenzend an unser Grundstück steht ein Mehrfamilienhaus. Dieses Grundstück ist so erschlossen, dass die Mieter von der Quartierstrasse aus zwar direkt in die Tiefgarage und auf die Besucherparkplätze fahren können, die Hauseingangstüre mit den Briefkästen aber nur über einen Fussweg zu erreichen ist, der genau parallel zu unserer Privatstrasse verläuft. Zwischen unserer Privatstrasse und dem Fussweg des Nachbarhauses ist nur eine ca. 50 cm breite Böschung (unsere Strasse liegt etwas tiefer als das Nachbargrundstück).

Logische Folge: wenn nebendran Mieterwechsel ist oder Handwerker anrücken, ist unsere Strasse zuparkiert, weil es bequemer ist, das Zeugs einfach nur die Böschung rauf zu tragen, als die Sachen vorne an der Strasse abzuladen und den Fussweg nach hinten zu tragen. Folge: wir können nicht mehr zu unserer Liegenschaft zufahren bzw. die Autos aus der Garage nehmen und wegfahren. Wenn die Leute an der Türe klingeln und fragen, ob sie kurz unsere Strasse benützen dürfen, so ist das absolut kein Problem. Die Anständigen fragen immer. Aber in letzter Zeit häufen sich einfach die unliebsamen Gespräche, wenn man die Leute darauf aufmerksam macht, ob sie denn noch lange hätten, weil das schliesslich eine Privatstrasse sei. Von Beschimpfungen bis länger unsere Ein-/Ausfahrt komplett blockieren haben wir alles erlebt. Zudem gibt es ganz Schlaue, die unseren Hausplatz als Autoabstellplatz benutzen, wenn sie nebenan zu Besuch gehen und ihre Karre teilweise die ganze Nacht stehen lassen. Gute Worte und freundliche Nachrichten unter dem Scheibenwischer bringen nichts, im Gegenteil, wir dürfen noch liegen gelassenen Abfall entsorgen und die heruntergefallenen Steine wieder auf die Böschung spedieren.

Der Eigentümer des Mehrfamilienhauses ist informiert und zeigt viel Verständnis, aber kann es auch nicht unterbinden. Wir haben schon an zwei Pfosten mit Kette oder eine umkippbare Parksperre gedacht, aber es ist echt mühsam, die jedesmal zu bedienen wenn man weg will - ganz zu schweigen von eigenen Besuchern, die man so aussperrt. Bleibt wirklich nur noch ein richterliches Verbot oder habt ihr noch Ideen, wie wir diese Situation lösen können? Für alle Tipps sind wir sehr dankbar!

Hi Lila
Wenn du anstelle der Böschung einen Zaun hinstellst kann niemand mehr durch. Ist zwar teuer, aber vielleicht weniger mühsam als Zufahrtsblokaden.

Grüsse
Rosali

Ein automatisches Tor bei der Einfahrt? Richterliche Beschlüsse haben immer so den Effekt von “böse Nachbarn” und nützen nicht sehr viel aus meiner Erfahrung.

Hallo zusammen

Ein Zaun fällt momentan ausser Betracht - zu grosser Aufwand betreffend Korrektur der Strasse (Belagsarbeiten etc.). Von Verbotstafeln bin ich auch nicht der grosse Fan. Stimmt schon, geht in Richtung Sheriff spielen und steigert den Beliebtheitsgrad in der Nachbarschaft nicht unbedingt. Mit einer elektrischen Schranke könnten wir uns schon eher anfreunden. Mach mich mal in dieser Richtung schlau. Uns sind auch noch schmale, hohe Blumentröge in den Sinn gekommen. Damit wäre eine Art “natürliche” Barriere gegenüber dem Nachbargrundstück möglich. Aber eben, nie findet man im Handel das, was man sich vorstellt…

Merci für eure bisherigen Tipps und Anregungen!

Grüsse,
Lila