Wasserleitungen

Hallo zusammen,

Ich habe vor einem Jahr das EFH meiner Eltern als Erbvorbezug übernommen, meine Eltern wohnen allerdings noch im Haus (Wohnrecht) und ich in der Nähe in einer Wohnung.

Das Haus hat Baujahr 1942 und infolgedessen auch so alte Wasserleitungen. Obschon wir damit noch nie Probleme hatten, mache ich mir Sorgen, ob - und was - man eventuell schon jetzt vornehmen sollte/könnte. Küche und Badezimmer wurden zwar vor 30 Jahren renoviert, allerdings weiss ich nicht, ob die entsprechenden Wasserleitungen damals ersetzt wurden; die im Keller sind aber auf jeden Fall noch die alten.

Erschwerend kommt bei und dazu, dass meine Mutter an Demenz leidet und ich somit grössere Umbauten vermeiden möchte, solange meine Eltern noch im Haus wohnen. Leider kann sich das aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes meines Vaters schnell ändern. Darum verschiebe ich alles, was man mit gutem Gewissen verschieben kann, um ein paar Jahre (z.B. energietechnische oder kosmetische Dinge). Aber bei den Wasserleitungen mache ich mir Sorgen, dass eventuell schnellere Eingriffe notwendig sind.

Wahrscheinlich müsste man vorab die Leitungen genau analysieren - ich bin da z.B. auf “Knecht Rohrsanierungen” gestossen (wir wohnen in Bern), die sowas anbieten würden. Diese Firma hat sich allerdings offenbar auf Epoxy Harzbeschichtungen spezialisiert (Innenrohrsanierungen), und darüber liest man viel Kontroverses betreffend Wasserqualität etc. Das Verfahren klingt aber natürlich auch verlockend wegen des vergleichweise geringen Aufwandes, den man meiner Mutter noch zumuten könnte. Wenn ich aber durch eine solche Firma eine Analyse vornehmen lassen, fürchte ich eine voreingenommene Beratung und würde daher eine neutrale Beurteilung bevorzugen. Hat da eventuell jemand Erfahrungen oder Hinweise, an wen ich mich wenden könnte? Und generell, wie beurteilt ihr diese Streitfrage um Rohrerneuerungen vs. Kunststoffbeschichtungen?

Danke schon mal im im voraus,

Andreas

Hallo klaymen

Ich kann dir dazu folgenden Artikel empfehlen:

Hausinfo - Volles Rohr in alten Wasserleitungen

Ich glaube, die Resultate von Innenrohsanierungen sind nicht schlecht.

LG Alamo

Danke Alamo, interesssanter Artikel. Erstaunlich, dass die Frage nicht mehr in Foren diskutiert wird. Ich habe ein pdf von 2008 über die Frage gelesen, und damals waren die Aussagen eher kritisch. Aber vielleicht wars übertrieben, oder es hat sich Einiges in den letzten 3 Jahren getan. Letztlich kann man sich ja immer noch überlegen, zuerst eine Innenrohrsanierung zu machen, und erst wenns nicht befriedigend ist, eine Totalsanierung (ok, man hat mehr ausgegeben, aber nicht allzu massiv).

Andreas

Hallo
Es ist grundsätzlich schwierig den Zustand der Leitungen zu beurteilen. Du kannst dabei höchstens diejenigen untersuchen, welche aufputz sind. Die anderen sind nach dem Motto “gut Glück” abzunehmen. :?!:

Anders ists, wenn du eine Rohrkamera einführen lässt. Dabei rate ich allerings von so Unternehmen ab, die wollen primär - wie du sagst - das Rohr sanieren, also werden sie sicher eine gaaaaaaaanz prekäre Stelle finden.

Eine neutrale Beurteilung des Gebäudezustandes wäre sicherlich wichtig. Kenne aber auch keinen Kontakt.

Sicherlich auch wichtig ist, dass du die Wasserleitungen versicherst mit einer Gebäudewasserversicherung. Damit wärst du um Schadenfall gesichert.

Gruss
Biker